„Vorbilder für die Profis!“

Erstellt am 13. September 2011 | 00:00
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INTERVIEW / Leopold Kogler im Gespräch mit Musicalstar Gernot Kranner. Ab 7.10. spielt er den Gottvater Jupiter in der Offenbach-Operette „Orpheus in der Unterwelt“.
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Musicalstar Gernot Kranner, der mit seinem Professor Abronsius aus „Tanz der Vampire“ einen Welterfolg landete, wird zum ersten Mal in seiner Karriere den Gottvater Jupiter in der Offenbach-Operette „Orpheus in der Unterwelt“ verkörpern. Premiere in Blindenmarkt: Freitag, 7.10. Nähere Infos unter: www.herbsttage.atNATHALIE BAUER
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NÖN: Nach einigen Jahren Abwesenheit kehren Sie wieder zurück zu den Herbsttagen Blindenmarkt. Was verbindet Sie mit diesen?

KRANNER: In Blindenmarkt habe ich meine erste Inszenierung machen dürfen - „Eine Nacht in Venedig“, damals 2002 - mittlerweile habe ich in Deutschland, Salzburg und in diesem Sommer das „Weiße Rössl“ in Bad Ischl inszeniert. Immer mit großem Erfolg - aber der Erste, der mir vertraut hat, das war Michael Garschall - ihm und Blindenmarkt bin ich auf ewig verbunden.

NÖN: Lust und Leidenschaft sind Ihre Triebfedern als Schauspieler auf den diversen Bühnen Österreichs. Was zeichnet die Herbsttage, wo die Akteure mit großer Freude spielen, aus?

KRANNER: Die Kollegen hier sind für mich große Vorbilder. Es war immer eine große Freude, mit ihnen zu arbeiten.

An ihrer professionellen Einstellung und ihrem Talent könnten sich viele hauptberufliche Schau spieler ein Beispiel nehmen.

Allen voran der wunderbare

Komiker Willi Narowetz, der für mich einer der besten Charakterdarsteller Österreichs ist.

NÖN: In Blindenmarkt gibt es keine fixe Bühne. Aber ganz ehrlich, was lockt die Leute dorthin?

KRANNER: Das Besondere ist auch, dass die ganze Bevölkerung hinter dem Theater steht. Durch ihr aktives Mitmachen und ihren häufigen Besuch ermöglicht sie erst diese tollen Produktionen, die trotz der geringen Geldmittel erstklassig funktionieren. Ohne Kurt Dlouhy wäre das natürlich auch alles nicht möglich. Der bringt durch seine tolle Musikalität jede Operette zum Blühen.

NÖN: Gibt es eine persönliche Note, die Sie in die Operette von Jacques Offenbach einbringen wollen?

KRANNER: Mir geht es langsam wie dem Jupiter, den ich heuer zum ersten Mal in meiner Karriere spiele. Ich fühle mich auch noch so unheimlich jung - und dann sagt plötzlich jemand „Opa“ zu dir - du schaust in den Spiegel - und er hat recht!

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