Ardagger: Nahversorger und Glasfaser-Ausbau im Fokus

Mit den traditionellen Neujahrsausblicken startete Ardagger ins Jahr 2022.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 05:13
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Die traditionellen Neujahrausblicke für Stephanshart sowie Ardagger Markt und Stift standen in der Vorwoche auf dem Programm.

Für Kollmitzberg gaben Bürgermeister Hannes Pressl, Ortsvorsteher außer Dienst Ludwig Auer und der neue Ortsvorsteher Christian Zehethofer einen Überblick. Großer Schwerpunkt des vergangenen Jahres sei es gewesen, den Glasfaseranschluss in alle Häuser zu bringen. Die nächsten Projekte sind unter anderem die Aufschließung des Gebietes Sonnenhang 2. „Wir machen hier erstmals einen Bebauungsplan mit kleinen Parzellengrößen. Es wird aber natürlich ausreichend Platz für einen kleinen Garten geben. Vier Parzellen sind bereits fix vergeben, für die fünfte gibt es bereits sehr konkretes Interesse“, erklärte Bürgermeister Hannes Pressl.

Feuerwehrhaus wird modernisiert

Investiert wird auch in die Sicherheit. So ist ein Um- und Zubau des Feuerwehrhauses Stephanshart geplant. „Das Gebäude ist nicht mehr das neueste und entspricht nicht mehr den Ansprüchen. Es hat bereits intensive Vorgespräche mit der Feuerwehr gegeben und wir haben auch ein Budget festgelegt. Ich bin zuversichtlich, dass in der zweiten Jahreshälfte mit den Bauarbeiten begonnen werden kann“, blickt Pressl in die Zukunft. Umgesetzt soll 2022 auch der Trinkwasserbrunnen in der Au 2022 werden. „Die Wasserversorgung in Stephanshart ist gut, aber wir sehen auch, dass der Wasserverbrauch steigt“, erklärte Ortsvorsteher Christian Zehethofer zur Maßnahme.

Attraktivierungsmaßnahmen sind in Stephanshart ebenfalls angedacht. „Der Kulturkreis ist sehr um die Pflege und Gestaltung des Ortskerns bemüht“, unterstrich Zehethofer. Mit einer vielfältigen Blumenwiese will man auch ökologische Schwerpunkte setzen. Dank einer Eltern-Initiative wird der Spielplatz attraktiviert.

Beim Neujahrsausblick für Ardagger Stift berichteten Hannes Pressl, Ortsvorsteher Josef Frühwirth und diverse Gemeinderäte unter anderem über den weit fortgeschrittenen Glasfaserausbau in der Gemeinde. Ein großer Teil habe hier bereits Glasfaser, der Ausbau werde auch heuer weiter forciert. Zudem stehen auch diverse Wasserleitungsbaumaßnahmen auf dem Programm. Für das Feuerwehrhaus stehen die Planungen des Um- und Zubaus im Mittelpunkt. Man werde im Ort bleiben, jetzt folgen weitere Gespräche mit der Feuerwehr und den Planern. Bürgermeister Hannes Pressl kündigte an, dass entlang der B119 ein Radweg Richtung Amstetten entstehen solle. Eine Grundsatzentscheidung dafür, dass die B119 dreistreifig geführt werden soll, ist bereits gefallen. Die Vorarbeiten werden 2022 starten, an die Umsetzung geht es dann im Jahr 2023. Die Fördereinreichung erfolgt im Frühjahr. Damit verbunden sind verkehrsberuhigende Maßnahmen bei der Abbiegespur Brandwiese und bei der Querung Stocka.

In der Katastralgemeinde Ardagger Markt ist der Glasfaseranschluss für jede Liegenschaft umgesetzt. Wichtige weitere Projekte sind hier die Fertigstellung des Betreuten Wohnprojektes der Diakonie in der Sonnensiedlung oder die Errichtung einer weiteren Kindergartengruppe. Für das Betreute Wohnprojekt habe man sich um eine Community Nurse beworben, die Angehörige in Fragen der Pflege unterstützen soll.

Außerdem soll der Marktbrunnen fertiggestellt, und der Infopunkt samt WC-Haus im Donauwellenpark saniert werden. Auf der Kläranlage plant die Gemeinde die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage mit rund 100 KWp.

Zentral ist auch die Umsetzung des Nahversorgers in der Gemeinde. Dessen Standort wird sich bei der Sporthalle befinden, das Geschäft wird die Familie Seba betreiben. Adeg Seba als Nachfolger für das Kaufhaus Moser wird übrigens am 20. Jänner wieder seine Pforten öffnen.

Pressl informierte auch darüber, dass bis 2025 ein neues Altstoffsammelzentrum in der Nähe des ÖAMTC-Stützpunktes entstehen soll. Dieses wird die Abgabe bei Baier ersetzen und soll für die Bürger aus Zeillern und Teilen Amstettens sowie aus Ardagger zur Verfügung stehen.