Mehr Geld für’s Heizen in Amstetten. Ob des sehr kalten Winters schlägt die Volkspartei vor, finanzschwachen Bürgern mit 100 Euro unter die Arme zu greifen. Bislang waren es jährlich nur 70 Euro.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 14. Februar 2017 (04:16)
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Für eine Aufstockung des Heizkostenzuschusses plädieren die Mandatare der Volkspartei Amstetten: Markus Brandstetter, Martina Wadl, Andreas Gruber, Michael Hofer und Reinhard Aigner.
ÖVP Amstetten

Die frostigen Temperaturen treiben in den Haushalten natürlich auch die Heizkosten in die Höhe. Besonders dramatisch ist das für jene, die ohnehin finanziell an der Grenze leben. Das sieht auch die ÖVP so. „Wir haben heuer den zweitkältesten Jänner in den letzten 30 Jahren und bekommen viele Anfragen um eine zusätzliche Unterstützung“, berichtet VP-Gemeinderat Markus Brandstetter.

Hörlezeder signalisiert Zustimmung

Vor allem Senioren und alleinerziehenden Müttern würden die hohen Heizkosten Probleme bereiten. „Daher möchte die Sozial-Arbeitsgruppe der Volkspartei Amstetten die beschlossene Zuwendung von 70 Euro auf 100 Euro erhöhen lassen und bereitet auch einen entsprechenden Antrag vor“, sagt Brandstetter.

Für die Heizperiode 2015/2016 wurden 385 Ansuchen positiv erledigt. Insgesamt kam ein Betrag von 26.950 Euro zur Auszahlung. „Wenn man davon ausgeht, dass wir wieder eine ähnliche Anzahl von Ansuchen haben werden, würden durch 30 Euro mehr also Kosten von rund 11.550 Euro entstehen. Das ist verkraftbar. Wir müssen in dieser Situation einfach ein offenes Ohr für die Schwächsten in der Bevölkerung haben“, sagt Brandstetter.

Den Antrag auf Erhöhung des Heizkostenzuschusses will die ÖVP im nächsten Sozialausschuss stellen. Beschlossen werden könnte er dann in der Gemeinderatssitzung Ende März.

Zustimmung signalisiert Grün-Gemeinderat Dominic Hörlezeder: „Wir finden diesen Vorschlag angesichts der momentanen Kälteperiode für sinnvoll. Wir werden das mit unserem Koalitionspartner SPÖ diskutieren.“

SP-Riegler: „Werden Antrag einbringen“

SPÖ-Parteiobmann Gerhard Riegler erklärt, dass man in seiner Fraktion auch schon derartige Überlegungen angestellt hat. „Wir werden im Ausschuss einen entsprechenden Antrag einbringen.“

FPÖ-Stadträtin Brigitte Kashofer weist darauf hin, dass diese Erhöhung eine langjährige Forderung ihrer Partei ist. „Wir werden, so wie in den früheren Jahren, auch heuer die Erhöhung beantragen. Es freut uns, wenn die ÖVP zustimmt. Da der Zuschuss einkommensabhängig ist, bekommen ihn ohnehin nur jene Menschen, die das Geld wirklich brauchen.“

Auch Neos-Mandatar Roman Kuhn ist für die Erhöhung des Heizkostenzuschusses. Es müsse von den Ansuchern aber natürlich auch ein Zahlungsnachweis vorgelegt werden. Die Argumentation der ÖVP versteht er nicht: „Denn auf der einen Seite wird auf der Landesebene von der Volkspartei gegen die hohen sozialen Kosten argumentiert und ein Deckel beschlossen und nun soll auf regionaler Ebene die Stadt Amstetten einspringen!“, kritisiert er.