Wärme: Kein Engpass

Erstellt am 11. Jänner 2011 | 07:23
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Foto: NOEN
BESTENS VORBEREITET / Hackschnitzellager sichert Fernwärmeversorgung von Amstetten auch für die nächsten Monate.
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Umweltstadtrat Ing. Anton Katzengruber zeigt: „Im Lager sind noch genug Hackschnitzel für zwei Monate vorhanden.“ Die unterschiedliche Färbung gibt Aufschluss über das Alter des Materials: je dunkler, desto älter ist das Hackgut.KOVACS
Foto: NOEN

VON HANNES HIRTENLEHNER

AMSTETTEN / Trotz des bisher relativ strengen Winters und eisiger Temperaturen rund um den Jahreswechsel wird es bei der Versorgung vieler Amstettner Haushalte mit Fernwärme keine Engpässe geben. Umweltstadtrat Ing. Anton Katzengruber betont: „Ich kann die Leute beruhigen. Der strenge Winter hat sich frühzeitig angekündigt - daher wurden auch schon früh Reserven angelegt. Auch beim Fernwärmenetz Ulmerfeld-Hausmening- Neufurth wird es keinen Engpass geben, die Firma Fuchsluger hat auch dort genug Material auf Lager.“ In Amstetten reichen die gelagerten Hackschnitzel sicher noch für zwei Monate.

Christbaumsammlung sorgt  auch für neues Heizmaterial

„Und es ist sogar gut, wenn das Lager nun einmal ausgeräumt wird - denn bei den älteren Hackschnitzeln sinkt der Heizwert“, erklärt Katzengruber. Für Nachschub ist jedenfalls auch gesorgt: Eine beachtliche Menge fällt schon bald durch die alten, gesammelten Christbäume an. Und die zuliefernden Bauern haben ebenfalls noch Hackschnitzel auf Lager. Auch für extreme Kälte mit Temperaturen unter minus zehn oder minus 15 Grad ist die Wärmeversorgung gesichert. „Zur Spitzenabdeckung ist ein Ölkessel vorgesehen. Das macht allerdings nur zwei Prozent des Betriebs aus - zu 98 Prozent wird mit Holz geheizt“, erklärt Katzengruber. Außer Hackschnitzeln werden auch noch Reste aus der Firma Umdasch und von Sägewerken verwendet.

„Fernwärme ist im Vergleich zu Öl und Gas die günstigste Energieform, die bequem aus einer Leitung kommt“, betont Katzengruber. Auch die zuliefernden Bauern hätten viele Vorteile: „Grundsätzlich wachsen die Wälder ja immer mehr. Und bei der Waldpflege fallen auch Hackschnitzel an. Positiv ist dabei, dass die gesamte Wertschöpfung in der Region bleibt. Landwirte aus dem halben Bezirk liefern ihre Hackschnitzel für die Fernwärmeversorgung von Amstetten an. Außerdem nützt die Waldpflege den Forstbetrieben, weil sich die Bäume danach wieder besser entwickeln können.“

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