Erstellt am 27. Mai 2015, 06:35

von Hermann Knapp

Damm fertig saniert. Kostspielig: Rund 580.000 Euro sind in die Ertüchtigung des Hochwasserschutzes in Wallsee geflossen.

Bürgermeister Hans Bachinger und Gemeinderat Karl Huber bei der Pumpstation des Hochwasserdammes. Sie wurde nun noch besser gegen Stromausfälle abgesichert. Foto: Hermann Knapp  |  NOEN, Hermann Knapp
Die Dammsanierung ist abgeschlossen. Um das Erdreich im Bereich des Hauses Mosser abzudichten  – dort ist der Damm 2013 ja unterspült worden – hat eine Spezialfirma per Düsenstrahlverfahren Betonmasse bis in eine Tiefe von knapp fünf Metern eingeblasen. Dort beginnt dann ohnehin der Fels.

Kommune hat Hausaufgaben gut erfüllt

Noch besser gegen einen Stromausfall abgesichert wurde das Pumpwerk beim Damm. Für den Fall, dass dies trotzdem einmal passiert, hat die Gemeinde eine Vereinbarung mit der Firma Strabag geschlossen. Diese stellt dann ein mobiles Stromaggregat (600 Kw) zur Verfügung. Die drei stationären Pumpen haben eine Leistung von 950 Liter Wasser pro Sekunde.

„Zudem haben wir einen Schacht gebaut, und für die Feuerwehr drei mobile Pumpen angekauft, die nochmals 700 Liter pro Sekunde zurück in die Donau pumpen können“, sagt Bachinger. Die Kommune hat somit ihre Hausaufgaben gut erfüllt, wozu sie als Dammbetreiber aber auch verpflichtet ist.

Hälfte der Kosten übernimmt das Ministerium

Neu errichtet wurde eine asphaltierte Zufahrtsstraße bis zur Dammkrone. Sie wird der Feuerwehr die Installation der mobilen Wände erleichtern, die künftig übrigens in einer Halle unweit des Dammes gelagert werden. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf 580.000 Euro. 20 Prozent, also 120.000 Euro, zahlt die Gemeinde, 30 Prozent übernimmt das Land, 50 Prozent das Infrastrukturministerium.

Die Regenfälle am Wochenende hätten beinahe zu einer Ernstfallerprobung geführt, doch zum Glück stieg der Pegel der Donau nicht zu hoch.

Geplant ist nun am 17. Juli um 18 Uhr eine große Feuerwehrübung.