Gefahr von Hangrutsch. Sonnenhang hat sich wieder bewegt. Sieben Häuser sind dadurch gefährdet. Spezialfirma treibt Betonrohre in Boden, um das Areal zu stabilisieren. Kosten: 400.000 Euro.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 05. Dezember 2017 (01:55)
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Vizebürgermeisterin Sissy Mayr und Bürgermeister Johann Bachinger bei der Baustelle am Sonnenhang. Eine Spezialfirma ist dabei einen Betonwall zu errichten, der weitere Rutschungen unterbindet.
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Der Sonnenhang rutscht und die Gemeinde hat deshalb Handlungsbedarf, denn sieben Häuser sind gefährdet. „Wir stehen da in der Pflicht, weil die Gemeinde das Areal vor 30 Jahren als Bauland gewidmet hat“, sagt Bürgermeister Johann Bachinger. Begonnen hat die Misere schon im Jahr 2009.

Damals gab es einen Wasserrohrbruch, weil sich der Hang bewegt hat. „Ich kann mich gut erinnern. Es war im August und sehr heiß. Für den nächsten Tag waren 35 Grad gemeldet. Zu Mittag haben wir vom Wasserrohrbruch erfahren und auch, dass wir in sieben Stunden den Haushalten kein Wasser mehr liefern können, wenn er nicht rasch repariert wird.“ Da kein Wasser zutage trat, war es schwierig, die schadhafte Stelle zu lokalisieren. Es gelang aber noch rechtzeitig.

Arbeiten laufen auf Hochtouren

Im Jahr 2015 kam es im Sonnenhang erneut zu einem Wasserrohrbruch. „Da haben wir schon vermutet, wo er sein wird und ihn auch rasch gefunden“, berichtet Bachinger. Dennoch seien beide Male viele Liter Waser ausgeflossen und hätten den ohnehin schon instabilen Untergrund noch weiter beeinträchtigt. Vor Kurzem zeigten sich nun am Asphalt der Straße unterhalb des Hanges Anzeichen einer Rutschung. „Tatsächlich ist Gefahr in Verzug und wir mussten daher rasch handeln“, sagt der Ortschef.

Von einer Spezialfirma werden im Hang nun Pfahlrohre zehn Meter tief in den Untergrund getrieben und dann mit Beton ausgefüllt. Ist das geschehen, dann werden die Pfeiler auch noch miteinander mit Beton verbunden. So entsteht ein Wall, der dem Druck des Erdreichs standhalten sollte.

Die Arbeiten laufen auf Hochtouren und sollen noch vor Weihnachten abgeschlossen werden. Die Kosten sind gewaltig: rund 400.000 Euro. „Diese Summe haben wir natürlich nicht im Budget, ich hoffe aber, dass uns Bund und Land aus Mitteln der Katastrophenhilfe unter die Arme greifen“, sagt Bachinger.