Neuer Kindergarten ist in Planung. Zu klein Gemeinde muss fünfte Gruppe auslagern. Pfadfinder helfen mit ihrem Gruppenraum aus.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 10. September 2020 (05:51)
Im neuen Ausweichquartier des Wallseer Kindergartens im Pfadfinderheim (von links): Kindergartenleiterin Maria Wahl, Pfadfinderobmann Willi Holzmann, Bürgermeister Johann Bachinger und Vizebürgermeister Christian Marschalek.
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Im Jahr 2008 hat die Gemeinde ihren neuen viergruppigen Kindergarten eröffnet, doch er ist schon wieder zu klein. Heuer wird daher eine fünfte Gruppe mit 13 Zweieinhalbjährigen ein Ausweichquartier im Pfadfinderheim beziehen. Die Weichen für den Bau eines zweiten Kindergartens sind aber schon gestellt. „Vom Land haben wir grünes Licht für die Errichtung von zwei zusätzlichen Gruppen bekommen. Derzeit sind wir in Verhandlungen mit einem Grundbesitzer. Wir werden eine Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern langfristig pachten. Die Gespräche sind schon weit gediehen. Wir gehen davon aus, dass wir noch heuer mit der Planung beginnen können“, sagt Bürgermeister Hans Bachinger.

Den Standort will er vorerst – auf Wunsch des Grundbesitzers – noch nicht verraten. „Aber die Lage ist sehr gut“, betont der Ortschef.

Ein Ausweichquartier zu finden war gar nicht einfach. Weder in der Schule, noch im Landespensionistenheim oder in der Lebenswelt Wallsee war dafür genügend Platz vorhanden. Schließlich haben sich die Pfadfinder bereit erklärt, einen Teil ihres großen Gruppenraumes zur Verfügung zu stellen. Und das, obwohl sie den Raum auch durchaus selber benötigen, finden doch an jedem Wochentag Gruppenstunden und auch andere Veranstaltungen im Haus statt. „Die Gemeinde hat uns aber auch unterstützt, als wir damals unser neues Haus gebaut haben, jetzt helfen wir eben aus“, sagt Pfadfinderobmann Willi Holzmann.

Die Vereinbarung gilt für zwei Jahre. Im September 2022 muss der neue Kindergarten daher fertig sein.

Kindergartenleiterin Maria Wahl ist mit dem Ausweichquartier sehr zufrieden. „Wir haben hier auch Bewegungsraum für die Kinder und können den Garten nutzen. Sie werden sich hier sicher wohlfühlen.“

Am Montag hat in der provisorischen Gruppe mit drei Kindern der Betrieb begonnen. Die anderen folgen, sobald sie zweieinhalb Jahre alt sind.

Bürgermeister Johann Bachinger dankt den Pfadfindern für ihr Verständnis. „Wir hätten sonst wirklich nicht gewusst, wo wir die Gruppe unterbringen sollen.“ Natürlich zahlt die Gemeinde für den Raum auch Miete.