„DOKW-Bad“ ist gerettet. Der Freizeitanlage drohte die Schließung. In der Vorwoche konnte die Gemeinde allerdings mit „Verbund“ eine Einigung erzielen. Das Bad wird gepachtet und bleibt geöffnet.

Von Peter Führer. Erstellt am 14. Januar 2020 (04:47)
Bürgermeister Johann Bachinger, Herbert Maierhofer (Betreuer des Bades) und Evelyne Bruckner (Bürgerinitiative) freuen sich, dass die Zukunft des „DOKW-Bades“ gesichert ist. Die Gemeinde pachtet die Anlage.
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In der Gemeinde kann man durchatmen: Die Zukunft des „DOKW-Bades“ ist gesichert. Im Herbst sorgten die Gerüchte, dass das Bad, das sich im Besitz des Verbundes befindet, zusperrt, für gehörigen Aufruhr.

Laut Verbund wollte man den Betrieb aufgrund notwendiger Investitionen nicht mehr weiterführen. Der geplante Schritt führte zu vielen Schreiben an die Gemeinde und Bürgermeister Johann Bachinger sowie den Verbund. Zahlreiche Menschen machten sich für den Erhalt der Anlage stark. Auch eine Bürgerinitiative gründete sich.

Anlage wird von vielen Familien genutzt

Die Anlage wird von vielen Familien mit Kindern, von Schulen, dem Landespflegeheim, der Lebenswelt, der Pfarre, den Senioren und Sportvereinen genützt. Daher haben wir alles daran gesetzt, das drohende Zusperren zu verhindern“, erklärt Bürgermeister Johann Bachinger.

In der Vorwoche konnte er bei einem Termin mit Michael Amerer, Geschäftsführer der Verbund Hydro Power GmbH, eine Einigung erzielen. Mit dabei beim Gespräch war unter anderem Christian Bruckner von der Bürgerinitiative. Die Gemeinde wird das Bad und die Sportanlage mit den zwei Tennis-Sandplätzen und dem Tennis-Hartplatz pachten.

„Wir haben beim Gespräch mit den Verbund-Managern gesagt, dass es, wenn nicht nur Zahlen zählen, sondern auch soziale Aspekte wichtig sind, eine Chance gibt. Wir haben nicht nachgegeben, hart verhandelt und konnten dann ein großartiges Ergebnis erzielen“, verkündet Bachinger. Die Anlage befinde sich gut in Schuss, man will in den nächsten Monaten aber notwendige Sanierungen prüfen.

Ursprünglich stand das Bad ausschließlich Mitarbeitern des Donaukraftwerkes und deren Angehörigen zur Verfügung. Heute können alle, die Mitglied beim Sportverein VHP Donau sind, für einen Mitgliedsbeitrag und einen Eintrittspreis das Sportbecken und das Kinderbecken benützen. Künftig wird ein neu zu gründender in Wallsee-Sindelburg gemeldeter Verein den Sportverein VHP Donau ersetzen und als Betreiber fungieren.

„Gerade jene, die sich keinen eigenen Pool leisten wollen oder können, haben das ‚DOKW-Bad‘ sehr gerne besucht. Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, die Bade- und Schwimmmöglichkeiten zu sichern“, sagt Bachinger.