Haltestelle bleibt am Marktplatz. Die Busanbindung am Marktplatz bleibt bestehen. Parteien streiten über Urheberschaft der Idee.

Von Peter Führer. Erstellt am 22. März 2019 (05:49)
Peter Führer
Geschäftsführender Gemeinderat Klaus Nagelhofer (links) und Bürgermeister Johann Bachinger präsentieren jenen Ort, an dem sich in etwa einem Monat die neue Bushaltestelle befinden wird.

Die Busanbindung am Wallseer Hauptplatz ist sichergestellt. Künftig macht der Bus vor der Mariensäule bei der Grünfläche hinter dem Rathaus Halt. Dafür sind noch kleine Adaptierungen notwendig. „Ein Teil der Grünfläche kommt weg und wird gepflastert. Auch werden Straßenmarkierungen angebracht und die Fahrtschleife des Busses umgedreht. Das Rabattl bei der Trafik wird verlängert, damit dort nicht mehr geparkt werden kann. Das würde sonst die Route des Busses blockieren“, erklärt Bürgermeister Johann Bachinger (ÖVP).

Mehrere Varianten waren auf dem Tisch

Er sei froh, dass keine Parkplätze verloren gehen werden und die Zustiegsmöglichkeit im Ortszentrum gegeben bleibt. Man habe zuvor mehrere Varianten geprüft. „Das ist jetzt die beste und günstigste Lösung. Es wird aber noch wichtiger sein, dass die Parkdisziplin eingehalten wird. Etwa im Bereich des Marktbrunnens. Wenn dort Autos parken, kommt der Bus nicht mehr durch“, sagt Bachinger.

SPÖ
Geschäftsführender Gemeinderat Christian Lichtenberger ortet bei FPÖ und ÖVP bereits Wahlkampfgeplänkel.

Am Dienstag nach Ostern (23. April) sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die neue Haltestelle in Betrieb gehen.Während Bürgermeister Johann Bachinger erklärt, dass sich vor allem geschäftsführender Gemeinderat Karl Hiebl (ÖVP) für die gefundene Lösung eingesetzt habe, schreibt sich die FPÖ die Rettung der Busanbindung auf ihre Fahnen. „Freiheitlicher Druck zur Unterstützung der Gemeindebürger wirkt“, betont FP Niederösterreich Klubobmann Martin Huber in einer Aussendung. Er zeigt sich erfreut über die gefundene Lösung und hebt den Einsatz von FP-Gemeinderat Karl Huber hervor. Dieser habe in der Causa „von Anfang an auf eine vernünftige Lösung gedrängt.“ Für Huber ist es „unverständlich, dass sich der ÖVP-Bürgermeister nicht verstärkt für das Anliegen der Bevölkerung eingesetzt hat.“

FPÖ
FP-Gemeinderat Karl Huber (links) bei der Besprechung mit FP NÖ-Klubobmann Martin Huber. „Die Bevölkerung in Wallsee kann in Zukunft im Ortzusteigen, wir haben eine Einstiegsmöglichkeit amt Marktplatz sichergestellt“, so Karl Huber.

Optimale Variante für die Bevölkerung

Ein Vorwurf, den Bachinger zurückweist. „Dass sich die FPÖ hier besonders engagiert hätte, stimmt mit Sicherheit nicht. Es wäre auch nicht schlecht, wenn sich die FPÖ in ihren eigenen Ressorts etwas mehr für die Bevölkerung einsetzen würde. Etwa beim Hochwasserschutz. Da wäre einiges zu tun.“

Christian Lichtenberger, Obmann der SPÖ Wallsee-Sindelburg, will sich aus dem Zwist zwischen ÖVP und FPÖ heraushalten und ortet bereits Wahlkampfgeplänkel. „Leider hat der Wahlkampf anscheinend schon begonnen und es gibt immer mehr Hickhack. Mir geht es nicht darum, mir das jetzt auf die Fahnen zu schreiben, sondern darum, dass miteinander eine vernünftige Lösung gefunden wurde. Die Parkplätze bleiben und die Leistung für die Bürger hat nicht gelitten. Glücklicherweise ist der ursprüngliche Plan, die Busroute durch die Römersiedlung verlaufen zu lassen, von den Bürgern verhindert worden.“

Die Lösung trage er mit und sie sei die optimale Variante für die Bevölkerung. Man habe keine Parkplätze verloren und den Bus zurückgewonnen.