Römerwelt öffnet Pforten. Historische Spurensuche in der Zeit der Römer in Wallsee ist seit Dienstag wieder möglich. Museumsverein schmiedet bereits neue Pläne für die Kulturvermittlung.

Von Peter Führer. Erstellt am 05. Juni 2021 (06:57)
Freuen sich über die Öffnung von Römerwelt und Römermuseum (von links): Obmann Hans Wahl, Stellvertreterin Luise Stolz und Kultur-Gemeinderat Klaus Nagelhofer.
Führer, Führer

Seit Dienstag, 1. Juni, können geschichtlich Interessierte wieder die Römerwelt und das Römermuseum besuchen. Unter Einhaltung der Coronabestimmungen ist somit wieder eine Zeitreise ins römische Kastell möglich. Der Ortskern von Wallsee wurde ja auf den Grundmauern eines antiken Römerkastells („Locus Felicis“) gebaut. Die vielen ausgestellten Fundstücke zeugen von der 400-jährigen Anwesenheit der Römer. Informationen werden auch mit einer Multimediashow vermittelt.

Die Besucherzahl ist – bis es weitere Lockerungen gibt – auf drei (Römerwelt) beziehungsweise vier (Römermuseum) beschränkt. „Es gibt ein Präventionskonzept und auch Hinweisschilder, die klar machen, welche Regeln gelten. Wir sind froh, dass wieder geöffnet werden kann“, betont Kultur-Gemeinderat Klaus Nagelhofer. Aktuelle Informationen finden sich zudem auch auf der Homepage (www.roemer-wallsee.at).

Die Corona-bedingte Schließung des Museums nützte der Museumsverein für weitere Planungen und neue Ideen. So fallen nun rund um den Marktplatz grüne Straßenmarkierungen auf. „Diese kennzeichnen die darunterliegenden Kastellmauern und die Grundmauern des Kommandogebäudes, der ‚Principia‘“, verrät Obmann-Stellvertreterin Luise Stolz. Eine große Vision ist es, das Vermittlungsangebot für Kinder und Jugendliche zu erweitern. „Ab September wollen wir für Schulen museumspädagogische Work-shops und Führungen anbieten“, gibt Stolz Einblick. Dabei soll es auch zu lösende Aufgaben, Spurensuchen und Mitmachstationen geben. Zudem wird angedacht, in der Gemeinde einen Themenweg – einen Römerpfad von Fundort zu Fundort – mit Informationstafeln umzusetzen.