Senftenegg: Ende der Wasserknappheit nach Übereinkommen. Die Wanger Ortswasserleitung wird künftig auch fünf Liegenschaften der Gemeinde Ferschnitz versorgen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 12. September 2017 (04:35)
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Symbolbild
EVN Rumpler

Gegen die Stimmen der beiden SPÖ-Mandatare Johann Beneder und Lukas Schoder beschloss der Wanger Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag ein Wasserlieferungsübereinkommen mit der Wassergenossenschaft Senftenegg-Ost.

Damit sollte die Wasserknappheit der sechs betroffenen Liegenschaften (fünf davon gehören zur Gemeinde Ferschnitz, eine zur Gemeinde Wang) der Vergangenheit angehören. Bis zu 5.000 m3 Wasser können die betroffenen Liegenschaften vom Hochbehälter Phyrafeld 3 am Reidlingberg beziehen.

„Hier gibt es schon seit 14 Jahren, als wir die Wasserleitung in Pyhrafeld errichtet haben, Gespräche. Für uns hat es den Vorteil, dass der Wasserbezug und die Umwälzung im Hochbehälter, wo derzeit eine Kammer sogar wegen zu geringen Verbrauchs stillgelegt ist, steigen“, erklärt ÖVP-Bürgermeister Franz Sonnleitner.

Bezugspreis ist billiger als im übrigen Ort

Für einiges an Diskussionen sorgte allerdings der Wasserbezugspreis. Da die Wassergenossenschaft alle Errichtungskosten bis zur Übergabestation in der Rotte „Hofweid“ selbst finanziert (rund 160.000 Euro) und der Gemeinde keine Kosten entstehen, ist der Wasserbezugspreis für die Wassergenossenschaft Senftenegg-Ost günstiger als im übrigen Ortsgebiet.

„Wir haben einen Wasserpreis von 1,20 Euro pro m3. Die Wassergenossenschaft bezahlt 75 Prozent der jeweiligen Gebühr. Damit sind unsere Pumpkosten und der Wasserverbrauch mehr als gedeckt“, schildert Sonnleitner. Dennoch missfiel das den Oppositions-Gemeinderäten von SPÖ und FPÖ, die kritisierten, dass die Wanger mehr zahlen müssten als „Auswärtige“. FPÖ-Gemeinderat Peter Lebhart stimmte aber anders als seine SPÖ-Kollegen dennoch zu.