Coliforme Bakterien im Zeillerner Trinkwasser: Abkochen notwendig

Erstellt am 29. Juni 2022 | 12:00
Lesezeit: 2 Min
Trinkwasser
Symbolbild
Foto: shutterstock.com
Die Wasserwerksgenossenschaft Zeillern hat am Dienstag ihre Abnehmer darüber informiert, dass bei einer Untersuchung coliforme Bakterien im Trinkwasser entdeckt wurden.
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Bis auf Weiteres muss das Wasser, das zum Trinken, Kochen und Geschirrabwaschen verwendet wird, daher abgekocht werden. "Dabei ist es wichtig, die Siedetemperatur drei Minuten zu halten, damit die Bakterien abgetötet werden", sagt der Obmann der Wasserwerksgenossenschaft, Andreas Redl. Betroffen sind rund 375 Haushalte und etwa 1.400 Personen.

Wie der Bakterieneintrag in das Grundwasser erfolgte, ist derzeit noch nicht klar. "Wir können nur vermuten, dass es bei einer unserer vier Quellen zu einer Oberflächeneinspülung kam", sagt Redl. Tatsache ist, dass bei der betreffenden Probe, die am Mittwoch der Vorwoche nach der UV-Anlage gezogen wurde, die Werte eben nicht passen. Die Auswertung dauert im Normalfall etwa fünf Tage, das Ergebnis wurde daher am Montag bekannt, worauf die Wasserwerksgenossenschaft sofort reagierte. Die Haushalte wurden über die sozialen Medien und Whatsapp informiert und auch in schriftlicher Form.

Es werden von der Genossenschaft jetzt täglich selbst Proben entnommen, die Ergebnisse erwartet man gegen Ende der Woche. Eine offizielle Probe durch einen Sachverständigen der Wasseraufsicht soll dann am Freitag, spätestens am Montag, gezogen werden. Dann dauert es wiederum etwa fünf Tage bis das Ergebnis vorliegt. Die Zeillerner Bevölkerung muss ihr Wasser also auf jeden Fall bis Ende nächster Woche abkochen, vermutlich noch länger. "Das hängt davon ab, was die Proben ergeben und wie rasch wir die Ursache für die Verunreinigung entdecken. " An der UV-Anlage dürfte es nicht liegen, die scheint einwandfrei zu funktionieren", sagt Redl.

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