Warte bleibt vorerst zu

Erstellt am 18. März 2014 | 23:59
Lesezeit: 2 Min
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Web-Artikel 2018
Foto: NOEN, Gemeinde
WEISTRACH / Alpenverein hat Pachtvertrag mit Wirt nach Unstimmigkeiten gelöst. Jetzt gibt es
derzeit niemanden, der die Warte aufsperrt und die Wanderer stehen vor verschlossener Tür.
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Von Hermann Knapp

Die Kaiserin-Elisabeth-Warte am Plattenberg (nahe Kürnberg) ist ein beliebtes Ausflugsziel. Auf 750 Meter Seehöhe bietet sie einen wunderbaren Ausblick über das Alpenvorland.

Derzeit stehen die Wanderer allerdings vor verschlossenen Türen. Der Alpenverein hat nämlich den Pachtvertrag mit dem Plattenwirt (Oberaigner) aufgekündigt – aus mehreren Gründen. Einer davon war, dass dieser die Pacht schon einige Jahre schuldig blieb.

Web-Artikel 2018
Beim Lokalaugenschein vor der Warte: Peter Haberfellner vom Alpenverein St. Peter/Au, Weistrachs Bürgermeister Erwin Pittersberger und Baumeister Erwin Hackl.
Foto: NOEN, Gemeinde

Bisher konnten sich die Wanderer den Schlüssel für die Warte im Gasthaus holen und zahlten dafür ein kleines Entgelt. Jetzt überlegt der Alpenverein, ein neues Konzept, wie die Warte künftig den Wanderern zugänglich gemacht werden kann. „Das Problem dabei ist vor allem die Haftungsfrage. Wenn wir die Warte einfach offen lassen und jemand geht hinauf und hat einen Unfall – dann sind wir verantwortlich“, sagt Peter Haberfellner vom Alpenverein St. Peter.

„Es muss eine Lösung gefunden werden“

Erst in der Vorwoche wurde die Warte von Baumeister Erich Hackl auf mögliche Sicherheitsmängel begutachtet. Er empfiehlt, dass sich ein Statiker das Gebäude anschaut, um zu klären, wie viele Leute gleichzeitig hinauf dürfen. Handlungsbedarf besteht vor allem bei den Geländern. Da könnten Kinder durchrutschen. „Wir müssen sicher Geld in die Hand nehmen, das tun wir aber erst, wenn wir wissen, wie es mit der Warte weitergeht“, sagt Haberfellner.

Bürgermeister Erwin Pittersberger findet es ärgerlich, dass die Warte geschlossen ist. „Denn sie ist ein historisches Juwel und wichtig für die Gemeinde. Es muss eine Lösung gefunden werden“. Er hat auch selbst mit dem Wirt verhandelt. „Das Gespräch endete aber unerfreulich.“ Plattenwirt Karl Oberaigner wollte keine Stellungnahme abgeben.

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