Erstellt am 29. Juli 2015, 06:01

von Otmar Gartler

Wenn Eltern an ihre Grenzen kommen. Das "Hilde Umdasch Haus" ein Palliativ Pflegewohnhaus in Amstetten, steht kurz vor der Fertigstellung.

Überzeugten sich vom Baufortschritt beim Hilde Umdasch Haus (von links): Polier Thomas Farfeleder (Holz- und Bau GmbH) und Bauleiter Thomas Kuscher (Lottersberger Messner Architekten).  |  NOEN, Otmar Gartler

Ein außergewöhnliches und in seiner Art in Mitteleuropa einzigartiges soziales Projekt nimmt Gestalt an. Der Baufortschritt des „Hilde Umdasch Haus“ – ein Palliativ-Pflegewohnhaus für Kinder und junge Erwachsene in der Stefan-Fadinger-Straße in Amstetten – läuft nach Plan. Es wird ein ebenerdiges, eingeschoßiges Gebäude sein, das im Grundriss einen U-förmigen Baukörper bildet. Das gesamte Haus wird als Holzkonstruktion ausgeführt und mittels Fernwärme beheizt. Die Räume sind speziell für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen geplant und ausgestattet.

Neuartiges Wohn- und Pflege-Modell

Von (oft unheilbarer) Krankheit ihrer Kinder betroffene Eltern stehen vor dem Problem, dass die Betreuung zu Hause nicht möglich ist, ein Aufenthalt im Spital aber nicht unbedingt erforderlich oder zielführend. Andere Möglichkeiten gibt es aber in Österreich bisher nicht. Das „Hilde Umdasch Haus“ ist ein neuartiges Wohn- und Pflege-Modell und bietet Platz für zehn Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden Diagnose, bei denen hochkomplexer Pflegebedarf gegeben ist.

Neuartiges Wohn-und Pflegemodell entsteht  

Die Errichtung hat die Hilde-Umdasch-Stiftung, die „einige Millionen Euro“ in die Hand genommen hat, übernommen, der laufende Betrieb wird vom Land Niederösterreich finanziert werden. Durch die Einbindung in die Verwaltungsstruktur der Malteser sollen unnötige Kosten vermieden werden. Das Haus wird auch für alle Konfessionen offen sein und einen konfessionslosen Andachtsraum beinhalten.