Wilde Verfolgungsjagd

Erstellt am 29. Mai 2012 | 00:00
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GEFÄHRLICH / Mann raste mit seinem Auto durchs Stadtgebiet, übersprang Kreisverkehr und hätte fast Lokalgäste verletzt.
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AMSTETTEN/KEMATEN / Regelrechte Krimiszenen mit wilder Autoverfolgungsjagd spielten sich in der Nacht von 24. auf den 25.5. in Amstetten ab. Der Polizei gelang es schließlich, den Raser zu stellen.

Begonnen hatte alles schon am 24.5. gegen 18.15 Uhr in Kematen. Ein Landwirt fuhr mit seinem Auto vom Haus zum etwa 50 Meter entfernten Wirtschaftsgebäude. Er ließ den Schlüssel stecken, stieg aus und ging in das Haus. Als er fünf Minuten später wieder herauskam, war der Wagen fort. Der 35-jährige beschäftigungslose Gernot Z. war mit dem Auto davongebraust. Er tankte und fuhr dann nach Gresten, um seinen Freund Georg P. zu besuchen. Mit diesem war er dann gegen Mitternacht im Lokal Excalibur in Ybbs/Kemmelbach. Dort gerieten die Männer in Streit. Z. schlug P. mehrmals mit der Faust ins Gesicht und verletzte ihn leicht. Z. suchte das Weite und stahl in Wieselburg die Kennzeichen von einem Pkw.

Danach fuhr er Richtung Amstetten. Gegen 1.25 Uhr am 25. 5. alarmierte ein Lenker die Polizei, dass ein offenbar Betrunkener auf der B1 Richtung Stadt rase.

Eine Streife bezog daraufhin bei der Kreuzung Agathastraße-Wiener Straße Position. Die Beamten stellten den Wagen mit eingeschaltetem Blaulicht quer zur Fahrbahn.

12 Flaschen Bier und drei  Flaschen Wein getrunken

Z. bremste zwar, fuhr aber dann am Polizeiauto vorbei und raste mit großem Tempo Richtung Stadtzentrum. Den Kreisverkehr bei der Kreuzung Wiener Straße-Kubastastraße übersprang er regelrecht, wobei er die beiden linken Reifen beschädigte. Schleudernd raste der Pkw weiter und wäre beinahe in eine Gruppe von Lokalgästen am Gehsteig geschlittert. Z. überfuhr noch den Kreisverkehr Bahnhofstraße-Wiener Straße, dann prallte sein Auto gegen einen geparkten Pkw. Da war Endstation.

Die Polizisten forderten Z. auf, auszusteigen, doch der hielt die Tür zu. Schließlich gelang es den Beamten doch, ihn aus dem Auto zu holen. Z. leistete weiterhin Widerstand und attackierte einen der Beamten. Erst Pfefferspray brachte ihn zur Räson. Die Polizisten legten ihm Handschellen an und brachten ihn zur Polizeiinspektion. Im Verhör gab er an, in der Zeit vom 24.5. mittags bis Mitternacht 13 Flaschen Bier und drei Flaschen Wein getrunken zu haben. Z. wurde in die Justizanstalt in Feldkirch eingeliefert, weil dort noch ältere Verfahren anhängig sind.

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