Arbeiten abgeschlossen: „Hatten auch Schutzengel“. Kabelbruch hätte beinahe verheerende Auswirkungen für die Kirche in Winklarn gehabt. Jetzt konnte die Generalsanierung abgeschlossen werden.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 23. September 2020 (14:13)

Nach vierzig Jahren gab es heuer kein Erntedankfest mit Verköstigung und Musik, sondern nur einen Gottesdienst. Dieser wurde im Pfarrhofgarten ausgerichtet, von Pfarrer Wieslaw Kudlacik und Diakon Bruno Wagner zelebriert und von der Blasmusikkapelle mit Kapellmeister Georg Rücklinger begleitet.

Zum Abschluss der Messe berichtete Pfarrkirchenratsobmann-Stellvertreter Koloman Riedler von den notwendigen Kirchen-Renovierungsarbeiten. „Wir hatten im Jänner einen Schutzengel. Die Verkabelung zum Läutwerk am Kirchturm begann durch einen Kabelbruch im Schaltschrank zu glühen“, sagte Riedler. Nur dank der Aufmerksamkeit vom Mesner Stefan Kronberger konnte das Schlimmste verhindert werden.

Nach der Schadensbesichtigung war klar: Es musste generalsaniert werden. Denn die Stromversorgung am Turm stammte großteils aus den 50er- und 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Weiters waren die Gehwege mit morschen, alten Brettern eingestreut und jede Menge Bauschutt und Staub der letzten 250 Jahre lagen auf dem Gewölbe.

Viele Helfer legten freiwillig Hand an

„Diese Großinstandsetzung konnte nur durch couragiertes gemeinsames Arbeiten mit den Gläubigen der ganzen Pfarre gelingen“, sagte Riedler. Die

Bilanz: Im Zuge der nun abgeschlossenen Arbeiten wurden rund 37.000 Euro an Geldmittel ausgegeben. Eine noch größere Summe wurde durch den freiwilligen Einsatz vieler helfenden Hände und großer Sach- und auch Geldspenden eingebracht. Für die Koordination an der Baustelle machten sich Bauleiter Karl Hrubicek und Gattin Elisabeth, die die Arbeiter mit Speisen und Getränke versorgt hat, besonders verdient.

Elektromeister Franz König leistete mit seinem Team zahlreiche freiwillige Stunden. „Unser Mesner Stefan Kronberger hat sich mit der neuen Technik schon angefreundet“, sprach Riedler, der betonte, dass die Elektrik mit digitaler Steuerung nun auch vom Handy bedient werden kann.

Um eine Finanzierungslücke von 10.000 Euro noch abzudecken, wurde die Aktion „Flaschen in Taschen“ gestartet. Mit dem Verkauf von erlesenem Wein will man den restlichen Betrag finanzieren. Seitens der Gemeinde befürwortete Bürgermeisterin Sabine Dorner ein Subventionsansuchen. Riedler bedankte sich im Namen aller Verantwortlichen für die Mithilfe aller, die am Renovierungsprojekt mitgewirkt haben.