Norwegen: „Corona-Maßnahmen härter als in Österreich“. Der in Norwegen lebende Winklarner Franz Gschoßmann berichtet über die aktuelle Lage im hohen Norden.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 22. April 2021 (05:05)
Franz Gschoßmann im WhatsApp-Gespräch mit NÖN Mitarbeiter Heribert Hudler.
Hudler, Hudler

In Norwegen sind die Maßnahmen der Pandemie noch härter als in Österreich“, berichtet der nahe Oslo lebende Winklarner Franz Gschoßmann. Eigentlich hätte er am 6. Mai einen Impftermin in Österreich gehabt, kann aber nicht kommen. Denn die Rückreisebedingungen wären sehr schwierig. „Ich müsste in Norwegen für zehn Tage in ein Quarantänehotel mit täglichen Tests und dürfte erst dann wieder in mein Haus zu meiner Frau Lillian“, sagt Gschoßmann und verweist zugleich auf die hohen Kosten von 1.500 Euro.

Impftermin in Norwegen als Alternative

Es ist ihm mittlerweile aber gelungen, auch als österreichischer Staatsbürger einen Impftermin in Norwegen zu bekommen - schon am 22. April. Beruhigend ist für Gschoßmann, dass der Astra-Zeneca-Impfstoff in Norwegen verboten wurde.

Der Winklarner berichtet, dass in Norwegen unterschiedliche Lockdown-Bedingungen gelten. So seien zum Beispiel im Bereich der Hauptstadt Oslo noch alle Geschäfte und Gastrobetriebe geschlossen, im westlichen und südlichen Bereich wie Bergen und Kristiansand hätten sie allerdings schon offen. „Bei einer Inzidenz von 100 wird hier aber schon dicht gemacht“, sagt Gschoßmann.

Der Winklarner bedauert auch, dass es derzeit schwierig ist, nach Österreich einzureisen. Gschoßmann baut einen von seinem Stiefvater gekauften Vierkanter in Winklarn/Wieden zu einem Wohnhaus mit einigen Wohnungen um.

„Ich hätte so viel Arbeit und kann aber nichts machen“, sagt der ehemalige Monteur der Firma Lisec. Seine Frau Lilian hat er bei einem Montageaufenthalt in Norwegen kennengelernt und 2006 am Standesamt Amstetten geheiratet. Gschoßmann hofft, dass durch die Impfungen sich das Leben bald normalisiert und er wieder nach Österreich kommen kann.