Eishalle: Es wird Eis für Amstettens Vereine produziert

Die Gemeinde hat sich nach intensiver Diskussion mit den Vertretern des Eisstocksportverbands und dem Eishockeyclub Amstettner Wölfe doch entschlossen, in der Eishalle Eis zu produzieren. Einen Publikumseislauf wird es aber nicht geben.

Erstellt am 07. Oktober 2020 | 13:32
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Alfred Weichinger, Präsident des Eisstocksportverbands NÖ, ist sehr froh, dass es in der Amstettner Eishalle heuer Eis geben wird. "Eine Absage der Wintersaison wäre für uns fatal gewesen."
Foto: Hermann Knapp

"Ich habe mich dafür eingesetzt und bin sehr froh, dass die Entscheidung gefallen ist, Eis zu produzieren. Das ist für die Vereine sehr wichtig. Es wird für uns alle kein leichter Winter werden, aber bei Einhaltung aller Regeln hoffe ich, dass Training und auch die Meisterschaften stattfinden können", sagt Sportstadtrat Peter Pfaffeneder.

Auch Bürgermeister Christian Haberhauer sieht das so: "Uns ist klar, dass wir da nun Geld reininvestieren müssen, aber der Sportbereich ist uns wichtig und es geht ja auch um die Jugendarbeit, die die Vereine leisten", sagt der Stadtchef. Ab 16. Oktober dürfte das Eis zu Verfügung stehen. Publikumseislauf wird es nicht geben, das ist aufgrund der derzeitigen Regelungen (nur zehn Personen) unmöglich.

Im Winter nur drei Eishallten für 232 Vereine in NÖ

Für Alfred Weichinger, Präsident des NÖ Eisstocksportverbands ist es dringend notwendig, dass die Stockschützenvereine ihrem Sport auch in diesem Winter nachgehen können.

"Wir haben bei den Hobbyspielern eine große Fluktuation. Durch die WM 2018 haben wir bei den Mitgliederzahlen zugelegt, eine Absage der Wintersaison wäre ein Rückschritt gewesen." Im Sommer sei man ohnehin praktisch auf Eis gelegt gewesen, im Winter stünden den 232 Vereinen nur drei Eishallen für das Training zur Verfügung: St. Pölten, Ternitz und eben Amstetten. "Wenn Amstetten kein Eis gemacht hätte, wäre das schlimm gewesen." 

Weichinger kündigt an, dass die Meisterschaften und Turniere in kleineren Gruppen durchgeführt werden, natürlich unter strikter Einhaltung der Coronaregeln. Sorgen bereitet ihm der Modus der Meisterschaft, mit dem direkten Aufstieg. "Alles steht und fällt mit den Bundesbewerben. Wenn da oben aufgrund von Corona etwas abgesagt wird, dann hat das für uns fatale Auswirkungen."

Auch beim ECU Amstettner Wölfe ist man sehr froh, dass die Eishalle genutzt werden kann. "Wir haben ja 140 Mitglieder, davon 70 Kinder und sehen uns in der Verantwortung, dass diese die Möglichkeit haben, ihren Sport auszuüben. Besser sie bewegen sich, als sie sitzen zu Hause vor dem Computer", sagt Matthias Schwab, beim Verein zuständig für den sportlichen Bereich.

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Auch Andreas Friedl (links) und Matthias Schwab vom ECU Amstettner Wölfe sind froh, dass der Trainings- und Meisterschaftsbetrieb in der Eishalle stattfinden kann.
Hermann Knapp

Und auch Andreas Friedl, der den Nachwuchs betreut, sieht das so. "Ein Jahr ohne Eishalle hätte uns kurz vor das Zusperren gebracht. Sollte die Meisterschaft wegen Covid-19 gecancelt werden müssen, dann wollen wir, wenn es geht, zumindest den Trainingsbetrieb für die Kinder aufrecht erhalten."

Die Meisterschaft in den verschiedenen Altersklassen soll zum Teil auch in Turnierform gespielt werden. Die Meisterschaft in der 1. NÖ Liga wird in zwei Gruppen gespielt. Durch den neu gestalteten Kabinentrakt, stehen für die Spieler genug Platz zur Verfügung. 

Ein Covid-Präventionskonzept haben die Amstettner Veranstaltungsbetriebe ohnehin längst ausgearbeitet. "Wir haben in allen Hallen auch die Reinigungsintervalle verkürzt und die Garderoben so eingeteilt, dass sich Vereine, Schulen, Gymnastik und Sportkurse aus dem Weg gehen. Wir stellen auch Material zu Verfügung, damit die verwendeten Geräte gereinigt werden können", berichtet AVB-Chef Christopher Prassl.