Bauboom hält an: Der Bezirk Amstetten wächst. Bevölkerungszuwachs in den meisten Gemeinden. Unterschiede bei Grundstückspreisen.

Von Peter Führer. Erstellt am 26. März 2019 (04:00)
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Für Bürgermeister Franz Kriener ist das Ziel eine leicht wachsende Bevölkerungszahl. Michaela Hinterholzer über Gründe für den Bevölkerungszuwachs in Oed-Öhling.
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Die Bevölkerungsentwicklung im Bezirk spricht eine deutliche Sprache. In der überwältigenden Mehrheit der Gemeinden gab es in den letzten Jahren ein – zum Teil deutliches – Wachstum. Einen starken Zuwachs gab es zum Beispiel in der Marktgemeinde Oed-Öhling. Hier leben mittlerweile fast 2.000 Menschen. „Das Wohnen am Stadtrand im Grünen und die Nähe zu den Arbeitsplätzen macht unsere Gemeinde für viele Menschen attraktiv. Die Nachfrage nach Gründen ist immer noch groß“, erklärt Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer.

Der Zuzug hat es notwendig gemacht, bei der Infrastruktur nachzurüsten, etwa durch den neuen Kindergarten. Und auch in den nächsten Jahren wird die Einwohnerzahl aller Voraussicht nach wachsen. „Wir werden in dieser Woche beschließen, dass 25 weitere Parzellen aufgeschlossen werden. Dafür gibt es aber schon Wartelisten“, blickt Hinterholzer in die Zukunft. In den kommenden Jahren soll die Anzahl der Bauvorhaben in der Gemeinde zurückgeschraubt werden. „Momentan entstehen noch mehrere Reihenhäuser. Das wird aber nachlassen“, so die Ortschefin.

Während in Oed-Öhling die Bevölkerungszahl stark anstieg, gibt es auch Gemeinden, die nahezu gleichbleibend sind. In Neustadtl ist die Einwohnerzahl konstant beziehungsweise leicht steigend. Dabei gab es vor dem Jahr 2000 sogar einen Rückgang. „Damals gab es teilweise unter 1.800 Einwohner. Wir haben aber die Trendwende geschafft. Vor allem durch die Wohnbauinitiativen ab 2002. Unser weiteres Ziel ist es, bei der Bevölkerungszahl gleich zu bleiben oder leicht zu wachsen. Das ist auch in den letzten 15 Jahren gut gelungen“, erklärt Bürgermeister Franz Kriener.

Baugrund ist nicht gleich Baugrund

Durch das Bevölkerungswachstum ist auch die Nachfrage nach Baugründen ungebrochen. Dabei gibt es in und zwischen den Gemeinden teilweise deutliche Unterschiede. Wenig überraschend: In den Städten wird es teurer. Allerdings hängen auch hier die Preise vom gewünschten Ort ab. „In den Ortsteilen Mauer, Ulmerfeld und Hausmening kostet der Quadratmeter zwischen 60 und 80 Euro, bei besonderer Lage kann der Preis aber auch deutlich höher werden. In anderen Stadtgebieten geht der Preis auf 120 Euro rauf, im Zentrum liegen wir dann bei 200 bis 300 Euro“, erteilt Stefan Alteneder von Re/Max Amstetten Auskunft. Entscheidend für den Quadratmeterpreis seien mehrere Faktoren. Darunter Grundstückslage, Erschließung, ja oder nein, und, ob ein Bauzwang besteht.

Auch die Nähe zu Großstädten sorgt für höhere Preise. In Ennsdorf kommt der Quadratmeter auf etwa 120 Euro. Dennoch scheint die Nachfrage vor Ort ungebrochen: Auch Ennsdorf erfreut sich eines regen Bevölkerungszuwachses.

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