Aufträge für Schulzubau vergeben

Erstellt am 22. April 2022 | 04:44
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8330034_ams16wolf_schulzubau_unterberger_c_knap.jpg
Bürgermeister Josef Unterberger beim Sportplatz der Schule, wo der Zubau erfolgen wird. Startschuss wird Mitte Mai sein.
Foto: Knapp
Rechnungsabschluss 2021 brachte ein Plus. Erfreulich, denn in Wolfsbach steht schon das nächste Großprojekt am Start.
Werbung
Anzeige

Mit einem verfügbaren Haushaltspotenzial von 159.740 Euro ist der Rechnungsabschluss der Gemeinde für 2021 positiv ausgefallen. „Trotz einiger Kreditaufnahmen und großer Investitionen wie in die Fertigstellung des neuen Sportzentrums in Höhe von rund 700.000 Euro und den Ankauf eines HLF2 für die Feuerwehr Meilersdorf in Höhe von rund 200.000 Euro konnten wir ein sehr gutes Ergebnis erwirtschaften“, sagt Bürgermeister Josef Unterberger. Er ist darüber deshalb sehr froh, weil in Wolfsbach ja schon das nächste große Projekt ansteht.

Der Gemeinderat hat in seiner April-Sitzung bereits die Aufträge für die Erweiterung des Schulzentrums vergeben. Am Sportplatz wird ja im Anschluss an das bestehende Gebäude ein dreigeschoßiger Zubau mit rund 850 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Im Erdgeschoß werden die Bibliothek und drei Räume für die Musikschule angesiedelt. In den beiden Obergeschoßen sind jeweils zwei von einer Aula getrennte Klassen und Lehrmittelzimmer vorgesehen.

Aufgrund der regen Siedlungstätigkeit in der Gemeinde und des daher starken Zuzugs junger Familien, steigt auch die Zahl der schulpflichtigen Kinder. Die Kosten werden sich voraussichtlich auf gut 3,5 Millionen Euro belaufen. „Wir hatten aufgrund der steigenden Rohstoffpreise Sorge, dass die Kosten noch explodieren könnten. Aber die Ausschreibung war nicht so schlimm wie befürchtet, die Teuerung hält sich in Grenzen“, sagt Unterberger.

Spatenstich für die Schule wird Mitte Mai sein, die Bauzeit wird etwa 15 Monate betragen. „Der Rohbau soll schon im Sommer so weit sein, dass der Durchbruch zum alten Gebäude gemacht werden kann. Zu Beginn des Schuljahres 2023/24 soll dann alles fertig sein“, sagt Unterberger.

Viele Aufträge an regionale Firmen

Die Vergabe der Arbeiten erfolgte im Gemeinderat einstimmig, was den Ortschef sehr freut, „denn wir wollen ja gemeinsam die bestmögliche Bildungseinrichtung für die Kinder schaffen. Aus diesem Grund werden im Zuge der Arbeiten auch im Altbestand Tafeln erneuert und das Internetnetz verbessert“, berichtet der Bürgermeister. Er hebt auch besonders hervor, dass die Arbeiten hauptsächlich von Firmen aus der Region durchgeführt werden, das Projekt daher auch wichtige Impulse für die Wirtschaft setze.

Auf der Schule soll übrigens auch eine Photovoltaikanlage installiert werden, ebenso auf der neuen Stocksporthalle, auf den Feuerwehrhäusern und dem Gemeindehaus – auch das hat der Gemeinderat in der April-Sitzung grundsätzlich beschlossen. „Wir wollen einen Beitrag zur Energiewende leisten und möglichst viel sauberen Strom vor Ort produzieren. Der zuständige Arbeitskreis wird sich mit den Details beschäftigen – vor allem die mögliche Größe der Anlagen – und er wird ein Bürgerbeteiligungsmodell ausarbeiten, wie es das in anderen Gemeinden schon gibt“, erklärt Unterberger.

Werbung