"Wollen unserem Unmut Ausdruck verleihen"

Etwa 350 Bedienstete im Landesklinikum Amstetten setzten ein Zeichen gegen emotionale und körperliche Überbelastung. Und fordern von der Politik, den Worten Taten folgen zu lassen.

Erstellt am 10. November 2021 | 13:20

Als Zeichen gegen die anhaltende Überbelastung und der damit verbundenen Austrittswelle im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich rief die "Offensive Gesundheit" heute Mittag zum Protest auf. Auch 350 Mitarbeiter des Landesklinikums Amstetten beteiligten sich an der Aktion. 

Um fünf Minuten nach 12 Uhr versammelte man sich vor dem Haupteingang. Landesklinikum-Betriebsratsvorsitzende Margit Huber verlas ein gemeinsam von der "Offensive Gesundheit" verfasstes Schreiben. Darin werden Reformmaßnahmen gefordert, denn viele Beschäftigte seien körperlich und psychisch am Limit. "Emotionale und körperliche Überlastung sind mittlerweile keine Ausnahme mehr und wir müssen unsere Kolleginnen und Kollegen davor schützen. Wir brauchen also eine sofortige Entlastung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um rasch gegensteuern zu können", betonte Huber. 

Pandemie hat Personalmangel verschärft

Seit zwei Jahren befinde sich Österreich in der größten Gesundheitskrise der vergangenen hundert Jahre. Schon davor habe es einen massiven Personalmangel gegeben. Dieser wurde nun verschärft. Es brauche adäquate Entlohnung, mehr Freizeit und dringend mehr Personal. Zusätzlich eine Ausbildungsreform und verbesserte Arbeitsbedingungen. 

Mit der Protestaktion wollen die Mitarbeiter ein Zeichen setzen und ein breites Bewusstsein für die angespannte Lage schaffen. Gerichtet ist der Protest an die politisch Verantwortlichen auf Bundes- und Landesebene. "Uns wurde in letzter Zeit viel versprochen, es ist nun an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen", erklärte Huber im Namen der "Offensive Gesundheit".