WRA kauft um 11 Millionen ÖBB-Areal in Amstetten. Die Wirtschaftsraumraum Amstetten GmbH hat von der ÖBB die Gründe rund um den Bahnhof in Amstetten erworben. Rund 73.000 Quadratmeter wechselten am Mittwochvormittag den Besitzer. Den Kaufpreis von 11 Millionen Euro tragen die Stadt und die 13 Umlandgemeinden, die sich in der WRA zusammengeschlossen haben. Natürlich wird dafür auch ein Kredit aufgenommen.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 16. Dezember 2020 (13:14)
Die interimsmäßigen Geschäftsführer der Wirtschaftsraum Amstetten GmbH verkündeten am Mittwochvormittag den Ankauf des ÖBB-Areals in Amstetten.
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Die beiden interimsmäßigen Geschäftsführer der Wirtschaftsraum Amstetten GmbH, Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer und Ardaggers Ortschef Hannes Pressl, sprachen von einem "ersten Meilenstein", den die neue Gesellschaft gesetzt hat. Aufbauend auf dem schon vorhanden Masterplan der ÖBB soll nun ein Gesamtkonzept für das Areal erarbeitet werden, das man dann mit verschiedenen Partnern umsetzen will.

Dabei steht der Verkauf von Flächen an Interessenten ebenso zur Debatte, wie die Vergabe in Form eines langfristigen Baurechts. Zuständig für diesen Prozess wird in der WRA dann schon der neue Geschäftsführer sein, der spätestens im März bestellt werden soll. Der Masterplan sieht auf dem Areal ja eine Verflechtung von Büro- und Wohngebäuden vor. Ein Schwerpunkt soll auf der Ansiedlung von Unternehmen liegen, die im Gesundheitsbereich tätig sind.

Das zentrale Objekt auf den ÖBB-Gründen ist natürlich die alte Remise. Das Bauwerk selbst kann in bestehender Form nicht verwertet werden und soll einem Neubau weichen, der die charakteristische Form beibehält. Einen Teil des Komplexes will die WRA auch künftig in eigener Verfügung behalten und für Büroräume aber zum Beispiel auch für die Startup-Szene und Kongresse etc. nutzen. Für den Neubau wird man sich einen Partner suchen, der dann auch den Großteil des Gebäudes als Eventcenter betreibt.  

Ende 2021 soll das Endkonzept für die Verwertung des Areals am Tisch liegen und dann will man am freien Markt mit der Suche nach Partner für die Umsetzung starten. Es melden sich aber ohnehin schon laufend Interessenten. In spätestens 15 Jahren soll das Areal vollständig genutzt sein.

"Wir haben mit diesem Kauf die Jahrhundertchance für die Entwicklung der Region und der Stadt wahrgenommen. Mit der Anbindung dieses Areals erschließen wir einen Wirtschafts-Power-Raum", betont Haberhauer.

Mehr zum Deal und wie die ÖBB zum Verkauf steht, lesen Sie in Ihrer nächsten NÖN-Ausgabe.