Würgemale waren nur Knutschflecken

Erstellt am 29. Juli 2014 | 15:39
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Landesgericht Gericht Justiz Verhandlung (Korneuburg, Niederösterreich)
Foto: NOEN, Erwin Wodicka (www.BilderBox.com)
Körperverletzung, gefährliche Drohung und Sachbeschädigung: Deshalb musste sich ein Mann aus dem Bezirk Amstetten vor dem Landesgericht St. Pölten verantworten. Verurteilt wurde er wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.
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In Kürze erfolgt aber die Wiederaufnahme des Prozesses, denn das vermeintliche Opfer hatte gelogen: Die 31-jährige Altenpflegerin aus dem Raum Amstetten, alleinerziehende Mutter von zwei Kindern und seit fünf Jahren arbeitslos, hatte angegeben, dass sie von ihrem ehemaligen Lebensgefährten gewürgt worden sei.

„Aber es war nur ein kleiner Schubser“, gestand sie nun ein. Untermauert hatte sie ihre Anschuldigungen durch Bilder, die scheinbar Würgemale zeigten. Aber eben nur scheinbar: „In Wahrheit waren es Knutschflecke“, gab die Frau zu. Rache und Hass seien ihre Motive gewesen, ihrem „Ex“ eine Strafe zu bescheren. Diese fasste sie jetzt selbst aus: zehn Monate bedingt, Probezeit drei Jahre. Als mildernd wurde der Umstand bewertet, dass sie sich selbst angezeigt hatte

Jetzt bleibt für den Mostviertler nur noch die Sachbeschädigung übrig: Er hat im Streit eine Kaffeekanne zu Boden geworfen.
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