Yellowstone National Park. Ninika Schrey besucht ein halbes Jahr eine High School. Auf ybbstal.NÖN.at berichtet die HAK-Schülerin von den Vorbereitungen und ihren Erfahrungen in den USA.

Erstellt am 24. Februar 2016 (09:58)
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NOEN, zVg
Der Yellowstone ist so etwas wie eine amerikanische Nationalpark-Legende und befindet sich in den Rocky Mountains. An einem verlängerten Wochenende durfte ich mit meinen Gasteltern den Yellowstone besuchen. Am Freitag Nachmittag starteten  wir in Helena und nach drei bis vier Stunden Fahrtzeit kamen wir dann abends an. Es war zu dunkel draußen, um die Umgebung zu erkunden, also begutachteten wir das Hotel und die naheliegenden Shops. Am nächsten Morgen standen wir zeitig auf. Nach einem schnellen Hotelfrühstück fuhren wir los. Der Park war so viel größer als ich mir vorgestellt hatte.

Anhand der vielen Informationen im Yellowstone habe ich noch einige interessante Fakten herausgefunden: Vor ungefähr 600.000 Jahren explodierte eine ganze Landschaft und nach wenigen Minuten waren mehrere tausend Quadratkilometer mit einer dicken Asche-Schicht bedeckt. In der Mitte des Areals senkte sich das Gebiet in einen Krater von 50 mal 75 Kilometer, dem Zentrum des heutigen Nationalparks.



Im Jahr 1872 wurde der Großraum wegen seiner heißen Quellen und Geysieren zum ersten (und damit ältesten) Naturschutzgebiet der Welt erklärt. Der Name „gelber Stein“ wurde von den amerikanischen Ureinwohnern übernommen - wegen des hohen Schwefelvorkommens sind viele Steine gelb gefärbt. Ein Großbrand im Sommer 1988 veränderte das Gesamtbild des Parks stark, aber nach fast 30 Jahren hat sich die Natur heute zum großen Teil selbst geheilt.

Auf einer Fläche von fast 9.000 km² (ungefähr so groß wie Kärnten) kann man heute viele amerikanische Tiere wie Bisons, Wapitis, Pumas, Elche, Schwarzbären und Grizzlies in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Mehr als 4 Millionen Besucher haben sich im letzten Jahr von der Vielfalt des Gebietes in den legendären Rocky Mountains beeindrucken lassen. Über 300 Geysire schleudern heißes Wasser mehrere Meter aus dem warmen Boden. Der größte Teil des Nationalparks liegt in Wyoming – nur drei Prozent sind in Montana.

Aber zurück zu meinem Besuch im Yellowstone: Wir fuhren durch die traumhaft schöne Winterlandschaft und hielten Ausschau nach vielen Tieren. Im Park selbst gibt es so etwas wie ein winziges Dorf, indem sogar Leute leben. Nach kurzer Zeit sahen wir viele Bisons, einen Fuchs, Moose (so nennt man hier die Elche), Wapitis  und Dickhorn-Schafe.  Besonders toll fand ich auch die „Minerva  Terrace bei Mammoth Hot Springs“ (siehe Bild) mit einem kleinen Geysier und dutzenden von farbenfrohen, dampfenden Terrassen.

Am nächsten Tag gingen wir Souvenirs shoppen und ein weiteres Mal in den Park. Wir schossen eine Menge Fotos und aßen am Abend in einem kleinen amerikanischen Pizzashop. Leider waren einige Straßen wegen dem Schnee und der Winterzeit gesperrt, also konnten wir nicht in die Mitte des Parks. Trotzdem war es schön und wer weiß, vielleicht komme ich ja irgendwann wieder - zu einer Jahreszeit mit weniger Schnee…

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