91 Corona-Erkrankte im Bezirk Amstetten. Immer mehr Bürgermeister im Bezirk Amstetten gehen nun mit der Anzahl der Erkrankten in ihren Gemeinden an die Öffentlichkeit. Ein ganz kleiner Grund zur Freude: Am Morgen schienen in der Statistik des Gesundheitsministeriums für den Bezirk Amstetten noch 93 Personen auf, die am Coronavirus leiden. Um 17 Uhr waren es "nur" noch 91. Das liegt wohl daran, dass in Ardagger inzwischen ja Personen wieder für gesund erklärt wurden.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 24. März 2020 (17:49)
Symbolbild
Horth Rasur/shutterstock.com

Amstettens Bürgermeister Christian Haberhauer gab vor wenigen Minuten bekannt, dass die Zahl der Infizierten in Amstetten von sieben auf dreizehn gestiegen ist.

Ernsthofens Bürgermeister Karl Huber informierte heute seine Gemeindebürger darüber, dass in Ernsthofen acht Personen infiziert sind. Eine davon befindet sich im Landesklinikum Melk, sieben sind in häuslicher Quarantäne. Besonderen Dank spricht der Ortschef Ärztin Michaela Sallinger für ihren unermüdlichen Einsatz um die Gesundheit der Bevölkerung aus.

Auch Oed-Öhlings Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer vermeldete am Dienstagnachmittag per Facebook, dass es in ihrer Gemeinde zwei Personen gibt, die positiv auf Covid-19 getestet wurden und erkrankt sind. "Beide befinden sich aber wieder auf dem Weg der Besserung und sind guter Dinge", schreibt die Ortschefin. Mehrere Familien sind in Quarantäne, weil sie entweder im privaten oder beruflichen Bereich mit den Infizierten Kontakt hatten.

Bürgermeisterin Maria Kogler meldet aus Neuhofen an der Ybbs ebenfalls zwei Krankheitsfälle. Die Betroffenen sind aber auf dem Wege der Besserung. "Jetzt geht es darum, durchzuhalten, um das Virus einzudämmen, bzw. die Ausbreitung zu verlangsamen. Deshalb meine inständige Bitte: Nehmt die Informationen der Bundesregierung ernst. Meidet weiterhin alle Sozialkontakte und seid vorsichtig beim Einkaufen, Spazieren gehen", sagt die Ortschefin.

In der Gemeinde St. Pantaleon wurde eine Person positiv auf das Coronavirus getestet. Zehn Personen befinden sich offiziell in Quarantäne.

  In St. Peter in der Au gibt es nach wie vor eine erkrankte Person und neun Menschen in Quarantäne. 

Alle von den Bürgermeisterin genannten Infektionsfälle sind in der oben angeführten Statistik des Gesundheitsministeriums bereits erfasst.

 Bürgermeister Heuras mit ermutigenden Gedanken

 Um mit etwas Positivem abzuschließen soll an dieser Stelle noch Bürgermeister Johannes Heuras mit ermutigenden Gedanken zu Wort kommen:
"Bei all den Einschränkungen und Entbehrungen denke ich, sollten wir, um uns aufzurichten und eine Perspektive zu haben, uns auch immer wieder das Positive vor Augen führen. Wie oft hat man sich gewünscht, mehr Zeit zu haben für seine Kinder, Familie etc. Nun – wenn auch zwangsläufig – ist das bei ganz vielen Menschen plötzlich der Fall. Auch nach weniger Stress und Terminen haben sich noch vor wenigen Wochen viele Menschen gesehnt. Immer wieder wurde auch zu Regionalität und lokaler Wertschöpfung aufgerufen und dennoch kauften viele in Diskontläden billige Lebensmittel aus anderen Ländern. Nunmehr erweisen sich insbesondere unsere regionalen Landwirte und lokalen Betriebe als jene, die die Versorgungsketten aufrechterhalten. Und dann war natürlich auch eine Schonung der Umwelt in den letzten Monaten ein großes Thema. Durch die einschränkenden Maßnahmen werden sehr rasch erste positive Auswirkungen auf unsere Umwelt bemerkbar. Natürlich mag es für viele nur ein schwacher Trost in diesen ungewissen Zeiten sein und selbstverständlich gibt es auch zahlreiche Berufsgruppen, die gerade jetzt umso mehr gefordert sind, um das große Ganze aufrechtzuerhalten. Dennoch glaube ich, ist es wichtig, dass wir aus jeder schwierigen Situation, das Positive herausfiltern für uns und unsere Zukunft!"

Blick nach Waidhofen an der Ybbs: Dort ist, laut Statistik des Gesundheitsministerium (17 Uhr) heute ein Krankheitsfall dazugekommen, insgesamt gibt es in der Statutarstadt nun also vier Infizierte.