140er hat Ablaufdatum. Die neue türkis-grüne Bundesregierung wird mit 1. März den 140-km/h-Probebetrieb auf der Westautobahn beenden. In der Gemeinde Zeillern begrüßt man die Maßnahme.

Von Peter Führer. Erstellt am 11. Februar 2020 (03:16)
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Wie die NÖN berichtete, verabschiedete der Gemeinderat Zeillern im Vorjahr eine Resolution, in der man ein Ende des „140ers“ auf der Autobahn forderte. Ein entsprechendes Schreiben ging an den damals zuständigen Verkehrsminister Norbert Hofer. Als Gründe führte man die erhöhte Lärm- und Schadstoffbelastung an.

„Der Gemeinderat der Marktgemeinde Zeillern fordert die Österreichische Bundesregierung durch den zuständigen Bundesminister auf, die rechtlich möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um den Probebetrieb von 140 km/h auf der A1 Westautobahn im Gemeindegebiet von Zeillern einzustellen und zu überprüfen, ob eine reduzierte Geschwindigkeit im Interesse der Bevölkerung auf 100 km/h möglich ist“, hieß es damals in dem Schreiben. Nach dessen Übermittlung blieb es – auch aufgrund der Turbulenzen in der Bundespolitik – lange Zeit ruhig.

Zeillerns Bürgermeister Friedrich Pallinger.
Bürgermeister Friedrich

Durch die vorgezogenen Neuwahlen und die neue türkis-grüne Bundesregierung kommt nun aber wieder Bewegung in die Sache. Wie Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, am Sonntag in der ORF-Pressestunde betonte, wird der 140er-Probebetrieb auf der Autobahn bald Geschichte sein. Nämlich per Verordnung mit 1. März.

In Zeillern ist man über die Maßnahme erfreut. „Das ist aus unserer Sicht ein guter Schritt. Dann haben wir wieder den Normalzustand“, betont Ortschef Friedrich Pallinger. Man stehe zudem mit der Asfinag in Kontakt, um einen besseren Lärmschutz zu erreichen. „Jetzt ist die Asfinag am Zug. Wahrscheinlich wird es im Frühjahr eine Erhebung geben, welche Maßnahmen sinnvoll sind“, verrät Pallinger.