Zeillern erhält Zebrastreifen. Zebrastreifen zwischen Rotem Platz und Kirchenstiege soll Sicherheit erhöhen. SPÖ zeigt sich verwundert über den Zeitpunkt der Einigung, die Volkspartei kontert.

Von Peter Führer. Erstellt am 24. Januar 2020 (12:12)
Bürgermeister Friedrich Pallinger und Wolfgang Wagner zeigen jene Stelle, an die der Zebrastreifen kommen soll.
privat

Über eine Erfolgsmeldung kann man sich in der Gemeinde Zeillern freuen. So wird bis Frühsommer zwischen Rotem Platz und Kirchenstiege ein Zebrastreifen errichtet. Eine Maßnahme, die seit langem immer wieder gefordert wird. „Wir haben schon seit zwanzig Jahren versucht, einen Zebrastreifen an dieser Stelle zu bekommen und so die Sicherheit zu erhöhen. Es hat immer wieder Verhandlungen gegeben, allerdings wurde die Maßnahme immer seitens des zuständigen Gutachters abgelehnt. Wir freuen uns, dass es bei der gestrigen Verhandlung mit dem Sachverständigen nun endlich eine Zusage gegeben hat“, freut sich Bürgermeister Friedrich Pallinger.

Er habe – gemeinsam mit Zeillerns Sicherheitsbeauftragten Wolfgang Wagner – schon oft beim Land Niederösterreich urgiert und zuletzt ein weiteres Schreiben an Landesrat Ludwig Schleritzko gerichtet. Dieses habe dann die gestrige Verhandlung ermöglicht. „Jetzt geht es an die Planungen und Ausschreibungen. Bis zur Umsetzung wird es noch dauern. Es ist aber wichtig, dass unser Ansuchen endlich positiv beurteilt worden ist“, unterstreicht Pallinger.

Die Freude darüber, dass nun doch ein Zebrastreifen kommt, ist auch bei der SPÖ Zeillern groß. Gleichzeitig betonen die Sozialdemokraten via Facebook, dass es sich beim Zebrastreifen um eine langjährige eigene Forderung handle. „Wir haben das schon 2015 in unserem Programm drinnen gehabt und uns immer dafür eingesetzt, weil wir da eine Gefahrenstelle sehen. Vor allem für Kinder. Dazu kommt, dass nur auf der Schlossseite ein Gehsteig ist. Die Menschen müssen also die Straße queren, wenn sie Richtung Bank oder Geschäft müssen“, erklärt SP-Parteiobmann Erwin Gugler auf NÖN-Nachfrage.

"Dass das jetzt so kurz vor der Wahl auf einmal möglich ist, hat schon einen eigenen Beigeschmack“ SP-Parteiobmann Erwin Gugler

Er zeigt sich allerdings über den Zeitpunkt der Erfolgsmeldung überrascht. „Wir sehen es positiv, dass der Zebrastreifen kommt. Aber dass das jetzt so kurz vor der Wahl auf einmal möglich ist, hat schon einen eigenen Beigeschmack“, führt Gugler aus. Bis jetzt habe ihm der Bürgermeister immer wieder diverse Gründe mitgeteilt, warum ein Zebrastreifen nicht möglich wäre. „Leider wurden wir in den letzten Jahren nicht erhört, sondern nur vertröstet. Auf einige Nachfragen in Ausschüssen und Vorstandssitzungen bei Bürgermeister Pallinger haben wir immer zur Antwort bekommen, die Bezirkshauptmannschaft genehmige keinen Zebrastreifen. Wir stellen in den Raum, es wurde einfach nicht nachgefragt und kein Druck hinter das Anliegen der Opposition gelegt“, schrieb Gugler zudem auf Facebook.

Pallinger kontert: „Ich sehe das nicht parteiisch sondern als Bürgermeister. Jetzt hat es mit einem anderen Gutachter eben einen Konsens gegeben. Wann die Bezirkshauptmannschaft eine Verhandlung ansetzt, kann ich nicht beeinflussen. Und außerdem hätten alle Parteien die Möglichkeit gehabt, an den zuständigen Landesrat ein Schreiben zu richten.“