Haft nach Horrorcrash. Mit 150 km/h verlor Alkolenker (20) Kontrolle über sein Auto und verursachte einen Unfall. Vor Gericht setzte es teilbedingte Strafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 10. September 2018 (11:34)
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Unfall Zeillern
Feuerwehr Zeillern

Ein Faible für Autos hat ein Amstettner (20) und Hochprozentigem ist er nicht abgeneigt. Den Führerschein musste er wegen eines Alkocrashs bereits abgeben, ist deswegen vorbestraft. Heuer im Sommer verursachte er erneut alkoholisiert einen Unfall. Fahrlässige Körperverletzung wird ihm nun am Landesgericht vorgeworfen.

Am 16. Juni fiel dem 20-Jährigen mit einem Promille im Blut in einer Disco plötzlich ein, dass er gerne wieder Gas geben würde. „Da ist es hochgekommen, dass ich den Schein verloren habe. Ich hab’ mir ein Auto ausgeborgt, bin heim und hab’ von meinem Auto, welches zugelassen war, die Kennzeichentaferl auf meinen Honda Civic gegeben“, erzählt der 20-Jährige. „Der getunt war und kein Pickerl hatte“, weiß der Richter.

„Spielen Sie Playstation, da tun Sie keinem weh!“

Mit fünf Freunden und einem Promille im Blut setzte sich der 20-Jährige dann in den frühen Morgenstunden hinter das Steuer des Hondas, raste mit 150 km/h den Strasser-Berg Richtung Zeillern hinunter. „In einer Kurve habe ich gesehen, dass ich die nicht schaffe, bin auf die Gegenfahrbahn, hab’ den Gehsteig gestreift“, erzählt der Angeklagte.

Ob eines Reifenplatzers war das Auto nicht mehr manövrierbar, überschlug sich, prallte gegen einen Baum und kam in einem Vorgarten auf dem Dach zum Liegen. Die Mitfahrer wurden teils schwer verletzt. „Ich bin durch die Scheibe geflogen“, sagt einer. Der Alkolenker kam mit Schürfwunden davon.

„Spielen Sie Rennfahren auf der Playstation, da tun Sie keinem weh“, sagt der Richter zum Angeklagten ob der groben Fahrlässigkeit und verurteilt ihn zu 18 Monaten teilbedingt verhängter Freiheitsstrafe, sechs Monate davon beträgt der unbedingte Teil (nicht rechtskräftig). Schuld treffe auch die Mitfahrer: „Sie waren nicht angegurtet und es waren zu viele im Auto“, so der Richter