Neuer Mann will Schwung für Blasmusik. Gerald Prüller (44) ist seit Kurzem im Team der niederösterreichischen mit dabei. Sein Ziel ist es, das Traditionelle mit modernen Strukturen zu verknüpfen.

Von Heribert Hudler. Erstellt am 27. Februar 2021 (05:08)
Das neue Team des NÖ Blasmusikverbandes mit Romana Höllerschmid, Gerald Prüller und Geschäftsführerin Elisabeth Haberhauer.
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„Ich möchte die Niederösterreichische Blasmusik in den sozialen Medien viel mehr publik machen, um den Menschen zu zeigen, was die einzelnen Ensembles zu leisten vermögen“, sagt der neue Mitarbeiter im Büro des Niederösterreichischen Blasmusikverbandes, Gerald Prüller.

Der 44-Jährige wohnt in Reinsberg, ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. „Ich spiele seit meinem 10. Lebensjahr in der Trachtenmusikkapelle Reinsberg am Schlagzeug und glaube zu wissen, was Blasmusik im gesellschaftlichen Leben für eine große Bedeutung hat“, sprach Prüller.

„Wir haben die Sorge, dass viele Musikanten danach ihr Instrument nicht mehr in die Hand nehmen und natürlich den einzelnen Ensembles dann fehlen.Gerald Prüller über die Zeit nach Corona

Nachdem die Blasmusik aufgrund der Corona-Epidemie fast zum Stillstand gekommen ist, wird es für den NÖ Blasmusikverband auch eine Aufgabe sein, diese wieder in Schwung zu bringen. „Wir haben die Sorge, dass viele Musikanten danach ihr Instrument nicht mehr in die Hand nehmen und natürlich den einzelnen Ensembles dann fehlen“, sagt auch Prüllers Kollegin im Verbandsbüro, Romana Höllerschmid.

Über die Wertungsspiele – wie die Marschmusikbewertung, das Spielen in kleinen Gruppen und das Konzertwertungsspiel – kann Prüller berichten, dass einiges online abgehalten wird. Statt der Konzertwertungsspiele ist heuer ein Programm mit dem Titel „Polka, Walzer, Marsch“ geplant: „Weil das die Traditionsmusik und für den Wiedereinstieg leichter zu bewältigen ist“, sagt Prüller.

„Wenn alles gut geht, sollen die Marschmusikbewertungen im zweiten Halbjahr über die Bühne gehen“, wünschen sich Höllerschmid und Prüller. „Es war eine lustige Geschichte, wie der Gerald zu uns gekommen ist. Er hat für den Blasmusikverband schon zweimal den Landesskitag moderiert und ich dachte mir damals schon, er würde gut in unser Team passen“, sagt auch die Geschäftsführerin des NÖ Blasmusikverbandes, Elisabeth Haberhauer, die sich freut, dass Prüller aktiver Musiker in der Trachtenmusikkapelle in Reinsberg ist.

Prüller arbeitet derzeit an seiner ersten Ausgabe der Verbandszeitung, die ihm bedingt durch Corona einiges abverlangt. Bedauert wird im Verbandsbüro, dass heuer das Landesmusikfest, das alle drei Jahre stattfindet, und die Bewertung verschoben werden. Weiters stehen im Mai auch die Neuwahlen der Funktionäre des Landesverbandes an. „Traditionelles wie die Blasmusik soll man mit modernen Strukturen der heutigen Zeit verknüpfen. Ich freue mich, dabei mitwirken zu dürfen“, so Prüller.