Aschbach: Massiver Rohrbruch in Verbandsleitung. Um Versorgung sicherzustellen, wurde Wasser zum Hochbehälter transportiert und gleichzeitig nach dem Leck gesucht.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 06. März 2018 (03:45)
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Auch bei Dunkelheit wurde an der Behebung des Rohrbruchs bei der Verbandsleitung weitergearbeitet. Am Donnerstagabend gegen 22 Uhr konnte schließlich das Wasser wieder ungehindert fließen.
Gemeinde Amstetten

Ende Februar wurde durch die neue Fernüberwachungsanlage des Wasserverbands Ybbstal im Gemeindegebiet von Aschbach ein Rohrbruch lokalisiert. „Es hat anfangs gar nicht so dramatisch ausgesehen. Wir haben am Mittwoch mit der Suche begonnen. Am Nachmittag dürfte das Rohr aber dann endgültig gebrochen sein und wir hatten einen völligen Druckabfall. Das heißt, dass das Wasser aus Waidhofen nicht mehr bei uns ankam“, berichtet Bürgermeister Martin Schlöglhofer.

Um zu verhindern, dass hunderte Kubikmeter kostbares Nass im Erdreich versickern, wurde die Leitung daher zwischen Abetzdorf und der Übergabestation Göstling abgesperrt. Über Nacht begann dann der Pegel des Hochbehälters Kreuzberg bedenklich zu sinken. Um keinen Engpass bei der Versorgung zu riskieren, wurde daher mit Wassertransporten begonnen.

„Das war bei Temperaturen weit unter Null nicht sehr lustig, aber notwendig. Mit Lebensmitteltransportern der Firma Fuchsluger haben wir Wasser zum Hochbehälter gebracht und eingespeist“, berichtet der Ortschef.

Spezialfirma suchte nach dem Leck

Zeitgleich wurde natürlich nach dem Rohrbruch gefahndet. Weil das Erdreich gefroren war, war an der Oberfläche der Wasseraustritt nicht erkennbar. Mit einem speziellen akustischen Ortungssystem gelang es einer Spezialfirma immerhin, den Bereich einzugrenzen. „Dann haben wir Probegrabungen gemacht und uns auf diese Weise dem Leck angenähert“, berichtet Schlöglhofer.

Das kaputte Rohr wurde schließlich ungefähr 200 Meter von Abetzdorf entfernt auf Höhe der Schottergrube Hinterholzer gefunden. Arbeiter der Bauhöfe Aschbach, Sonntagberg und Kematen übernahmen es, den Schaden zu beheben. Ein etwa acht Meter langes Leitungsstück musste ausgetauscht werden. Grund für den Bruch dürfte gewesen sein, dass das Rohr nicht ganz gerade im Erdreich lag.

„Möglicherweise kam es schon beim Einbau zu einer Verspannung und irgendwann bricht das Material dann eben. Eventuell hat auch ein Stein dagegen gedrückt“, vermutet der Bürgermeister.

Am Donnerstagabend gegen zehn Uhr konnten die Regler in Abetzdorf wieder geöffnet werden. „Ich bedanke mich bei den Bauhofmitarbeitern aller dreiGemeinden und bei unserem Bauamtsleiter Roland Mayrhofer für ihren Einsatz“, sagt Schlöglhofer. Die Versorgung der Haushalte war nicht gefährdet. Die Feuerwehr hatte auch eine Notleitung vorbereitet, die aber nicht benötigt wurde.