Zivildiener an Fachschule Gießhübl ausgebildet

Für bäuerliche Familien in Notlagen besteht seitens des Landes Niederösterreich die Möglichkeit, Zivildiener für die Mithilfe am Betrieb anzufordern. Die Vorbereitung dieser jungen Männer auf den vielfältigen Aufgabenbereich erfolgt zu Beginn des Zivildienstes an der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS) Gießhübl.

Erstellt am 21. Oktober 2021 | 09:18
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(v.l.n.r.): Direktor Johannes Reiterlehner, Ausbildungsleiterin Maria Resch, Zivildiener Matthias Hinterhofer, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Zivildiener Simon Laschtowiczka, Zivildiener Marian Lagger und Koordinatorin Manuela Bartunek (Land NÖ)
Foto: Jürgen Mück

„Notsituationen und schwere Schicksalsschläge können landwirtschaftliche Betriebe von einem Tag auf den anderen vor große Herausforderungen stellen. Eine wertvolle und rasche Unterstützung für bäuerliche Familien in Notlagen sind die speziell ausgebildeten Zivildiener“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, die weiter ausführt: „An der Fachschule Gießhübl werden die ‚Helfer in der Not‘ fachkundig in den künftigen Aufgabenbereich eingeführt. Besonders danke ich der Ausbildungsleiterin Maria Resch sowie den Lehrkräften für die umsichtige Durchführung der Einführungskurse“.

Für die Aufnahme und Zuteilung der Zivildiener zeichnen die Abteilung Landwirtschaftsförderung (LF3) beim Land Niederösterreich und das Rechts- und Sozialreferat des NÖ Bauernbunds verantwortlich. Grundvoraussetzung für die Leistung des Zivildienstes in der Land- und Forstwirtschaft ist eine landwirtschaftliche Ausbildung oder fundierte Vorkenntnisse sowie die Lenkerberechtigung für Traktoren. Derzeit sind in Niederösterreich rund 30 Zivildiener in der Landwirtschaft im Einsatz.

„In dem einwöchigen Kurs stehen vor allem rechtliche und organisatorische Aspekte des Zivildienstes im Vordergrund. Aber auch fachlich werden die Tätigkeitsbereiche der Landwirtschaft, wie Landtechnik, Tierhaltung, Pflanzenbau und die Waldwirtschaft, sehr praxisorientiert abgedeckt“, informiert Ausbildungsleiterin Maria Resch. „Dabei ist nur eine Wiederholung der Fachgebiete notwendig, denn die jungen Männer stammen meist von einem Bauernhof und verfügen bereits über eine einschlägige Ausbildung. Besonders hervorzuheben ist, dass die Zivildiener hoch motiviert für den verantwortungsvollen Einsatz im Dienst der Gesellschaft ans Werk gehen“, so Resch.

Information und Anmeldung zum Zivildienst in der Landwirtschaft: Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Landwirtschaftsförderung (LF3), Telefon: 02742/9005 DW 12882, E-Mail: post.lf3@noel.gv.at, www.noe.gv.at.