Kindergarten in Ferschnitz wächst. Ab Herbst gibt es eine fünfte Kindergartengruppe. Provisorisch wird diese ein Jahr im Mehrzweckhaus untergebracht.

Von Daniela Führer. Erstellt am 21. Mai 2019 (05:01)
Über den Räumlichkeiten der Raiffeisenbank im Anschluss an den Kindergarten im Obergeschoß soll der Zubau entstehen.
Daniela Führer

„Seit 2009 verzeichnen wir in Ferschnitz ein kontinuierliches Bevölkerungswachstum. Und Erhebungen zeigen, dass wir eine recht junge Bevölkerung haben“, berichtet Bürgermeister Michael Hülmbauer. Besonders in der neuen Siedlung Südhang/Hofwirtstraße sowie in den WET-Wohnungen haben sich in den letzten Jahren viele Jungfamilien niedergelassen.

Das spüren natürlich auch die örtlichen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen – allen voran der Kindergarten, der nach der letzten Erweiterung 2016 auf vier Gruppen schon wieder aus allen Nähten platzt. 101 Kinder wurden für den Kindergarten im Schuljahr 2019/20 angemeldet.

101 Kinder angemeldet, davon 30 2½-Jährige

„Wir haben angesucht um eine Bedarfserhebung beim Land. Demnach kriegen wir ab Herbst eine fünfte Kindergartengruppe“, sagt Hülmbauer. „Im ersten Jahr 2019/20 wird diese provisorisch wieder im Mehrzweckhaus untergebracht mit der Option auf Verlängerung, sollten wir mit den baulichen Maßnahmen bis dahin nicht hinkommen.“

Für den Zubau liegen aber schon Rohentwürfe vor. Dieser soll im Anschluss an den Kindergarten über den Räumen der Raiffeisenbank entstehen. „Diese Möglichkeit wurde von der Planungsfirma Schaupp von vornherein schon berücksichtigt“, erzählt der Bürgermeister weiter. Das Projekt – die Kostenschätzung beläuft sich auf rund 500.000 Euro – müsse vorerst aber noch vom Gemeinderat abgesegnet werden.

Neben der baulichen Erweiterung braucht man ab Herbst für die fünfte Gruppe auch noch zusätzliche Spielplatzfläche. „Wir würden dann wahrscheinlich einen Teil des öffentlichen Spielplatzes vormittags auch für den Kindergarten verwenden. Dieser Teil wird dann eingezäunt, bleibt aber öffentlich zugänglich“, betont Hülmbauer.

Mit 101 Kindern, davon 30 Zweieinhalbjährige, sei man aber auch mit fünf Gruppen schon wieder voll ausgelastet. „Vom Land wurde uns daher auch gesagt, dass wir eine sechste Gruppe im Hinterkopf behalten sollen. Das wäre baulich im Gebäudekomplex von Kindergarten und Volksschule auch möglich – allerdings würde das dann ein größeres Projekt.“