Verkehrskonzept für Seitenstettner Zentrum beauftragt

Erstellt am 20. März 2022 | 03:46
Lesezeit: 3 Min
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Bis zum Herbst möchte die Gemeinde ein Verkehrskonzept für das Seitenstettner Zentrum am Tisch haben.
Foto: Aichinger
Schneider Consult soll einen Entwurf für die Zentrumsgestaltung vorlegen.
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Die Neugestaltung des Marktbereiches wird ein zentrales Projekt in den nächsten Jahren sein. Im Rahmen des Entwicklungsprozesses Gemeinde 21 haben sich die Seitenstettner Politiker gemeinsam mit Experten und unter reger Beteiligung der Bevölkerung ja schon Gedanken über das künftige Aussehen des Ortskernes gemacht und viele Ideen gesammelt. Deren Umsetzung hängt aber maßgeblich von der Straßenführung im Zentrum ab. Deshalb hat der Gemeinderat nun die Firma Schneider Consult aus Krems damit beauftragt, ein Verkehrskonzept zu erstellen.

„Der erste Schritt wird sein, den Bestand zu erheben. Dabei sollen auch die Erkenntnisse einfließen, die wir im Rahmen des G21-Prozesses gewonnen haben, und die Wünsche der Bürger, die diese bei einer Umfrage geäußert haben. Da liegt Vieles auf dem Tisch, nun geht es darum, was tatsächlich umsetzbar ist“, sagt der Ortschef.

Ein gewichtiges Wörtchen wird auch die Wasserbauabteilung WR3 des Landes mitzureden haben. Denn die hochwassertechnische Umgestaltung der Ott-Brücke steht noch an und ist natürlich ein wesentlicher Faktor. „Wir wollen den Ortskern so attraktiv wie möglich machen, als Grünoase mit Bänken, wo es auch einen Zugang zur Treffling gibt. Andererseits sollen aber natürlich die Geschäfte gut erreichbar sein und auch Parkplätze erhalten bleiben“, fasst Spreitzer die Anforderungen zusammen.

All das sollen die Verkehrsplaner unter einen Hut bringen. Dass im Zentrum Parkplätze trotz der dort vorhandenen 300 Abstellflächen immer wieder knapp sind, ist auch ein Umstand, der im Konzept berücksichtigt werden muss. Ursache sind viele Dauerparker in diesem Bereich – Seitenstettner Arbeitnehmer, aber auch Pendler, die sich zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen.

Parkplatz beim Fußballplatz als Alternative

„Eine Lösung wäre, wenn Dauerparker den Parkplatz beim Fußballplatz nutzen würden, denn der ist ohnehin eher nur am Abend oder am Wochenende frequentiert – und fußläufig ist das Zentrum in wenigen Minuten erreichbar“, sagt der Ortschef.

Die Schneider-Consult wird einen Vorschlag erarbeiten (auch eine Verlegung der Straßenführung ist dabei kein Tabu). Dieser soll dann öffentlich präsentiert und mit der Bevölkerung diskutiert werden. „Bis Herbst möchten wir den Prozess abschließen und ein Konzept auf dem Tisch liegen haben“, erklärt Spreitzer.

Auch SPÖPS-Chef Alois Schlager ist für die Auftragsvergabe an die Schneider-Consult: „Beim Thema Mobilität gibt es viele Interessen zu berücksichtigen. Deshalb ist ein Konzept eine wichtige Basis für die Entwicklung und Umsetzung von Lösungen. Ob die Personen zu Fuß, mit Rad oder Auto unterwegs sind, ob zum Einkauf oder als Zulieferer: Ein gelungener Ausgleich funktioniert nur im Austausch der Interessen aller!“

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