Ardagger: Ab 2025 ein Standort für Volksschulen

Erstellt am 28. September 2022 | 04:20
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Hannes Pressl mit Volksschuldirektorin Katharina Lechner (Mitte) und Schulqualitätsmanagerin Michaela Stanglauer in der bestehenden Volksschule in Ardagger Stift mit Blick auf die Kleinstkindbetreuung, die um zwei Geschoße aufgestockt werden soll.
Foto: Gemeinde
Gemeinderat beschloss, die Kleinstkindbetreuung in Ardagger Stift aufzustocken.
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Einen historischen Beschluss hat der Gemeinderat in Ardagger mit einer Stimmenthaltung am Montag der Vorwoche gefasst. Die drei Volksschulen werden auf einen einzigen Standort zusammengeführt. „Seit der Gemeindezusammenlegung vor 50 Jahren werden in Kollmitzberg und Stephanshart je eine erste und zweite Klasse geführt. Die dritte und vierte Klasse besuchen dann alle Kinder gemeinsam im Schulzentrum in Ardagger Stift. Künftig soll alle schon ab der ersten dort unterrichtet werden“, sagt Bürgermeister Hannes Pressl.

Damit das möglich wird, muss die Gemeinde zuerst aber die Räumlichkeiten dafür schaffen. Geplant ist deshalb die Kleinstkindbetreuung um zwei Geschoße aufzu- stocken. „Wir haben vor Jahren schon darauf geschaut, dass das statisch möglich ist. Somit können wir nun die künftige gemeinsame Volksschule auf zwei Ebenen mit insgesamt acht Klassen und ausreichenden Nebenräumen umsetzen“, sagt der Bürgermeister.

Gründe für die Zusammenlegung gäbe es mehrere, berichtet Pressl. Vor allem könnten in der neuen zentralen Schule die modernen Bildungs- und Betreuungsstandards besser garantiert werden. „Das reicht von der EDV über die technische Ausrüstung bis hin zu multifunktionalen Unterrichtsräumen.“

Erleichtert würden aber auch die organisatorischen Abläufe in der Volksschule. So sei es derzeit zum Beispiel eine schwierige Aufgabe, bei Krankenständen über drei Standorte hinweg eine Supplierung sicherzustellen.

Nicht zuletzt soll der zentrale Schulstandort auch eine Erleichterung für die Eltern bringen. „Denn es sind vom Kindergarten über die Volksschule bis zur Mittelschule oft drei Standorte, die von ihnen angefahren werden müssen. Natürlich schaffen wir mit dem zentralen Standort auch bei den Schulbussen ein Optimierungspotenzial, was auch ökologisch von Vorteil ist“, sagt Pressl.

Pläne für die Nachnutzung

Der Zeitplan des Projekts sieht vor, dass die gemeinsame Volksschule im Herbst 2025 in Betrieb gehen sollen. Für die frei werdenden Räumlichkeiten in der Volksschule Kollmitzberg und im Moar Haus Stephanshart gibt es auch schon Pläne. „Im Gemeinderat wurde beschlossen, dass sie für eine Ausweitung der Kinderbetreuung im Ort genutzt werdensollen oder auch für sonstige Zwecke der Gemeindeorganisation“, sagt Pressl.

Da das Land ja erst kürzlich die Entscheidung getroffen hat, dass künftig alle Kinder schon ab zwei Jahren die Möglichkeiten haben sollen, einen Kindergarten zu besuchen, geht man in Ardagger davon aus, dass es zusätzlich zu den bestehenden sieben Kindergartengruppen und einer Kleinstkindgruppe langfristig zwei weitere Gruppen brauchen wird.

„Und die könnten dann eventuell in den frei werdenden Räumen in Stephanshart und in Kollmitberg Platz finden. Wir werden das im Zuge der Evaluierung unseres Gesamtkonzeptes für die Kinderbetreuung entscheiden“, kündigt Pressl an.

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