Erstellt am 13. Juli 2015, 08:52

von Hermann Knapp

Schloss Edla: Wie viel darf Sanierung kosten?. Um ersten Stock verwenden zu können, müsste Decke verstärkt werden. Lightversion würde Nutzung einschränken.

Schloss Edla wartet darauf, aus seinem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden. Die Frage ist, wie viele Euros die Stadt dafür auf den Tisch zu blättern gewillt ist oder sich leisten kann.  |  NOEN, Wolfgang Kapf

Die Sanierung und künftige Verwendung von Schloss Edla beschäftigt Kulturstadträtin Ulrike Königsberger-Ludwig und auch das Bauamt der Stadt. „Es gibt im Grunde zwei Varianten. Eine Renovierung light, die wäre kostengünstiger, oder eine teuere Sanierung, die dafür künftig mehr Nutzungsmöglichkeiten der Schlossräume eröffnen würde“, berichtet die SP-Politikerin.

„Keine Einwände" bei Begehung geäußert

Die Entscheidung darüber liegt aber ohnehin nicht allein bei der Stadt. Das Denkmalamt hat da ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Die teurere Variante würde beinhalten, Böden und Decken zu erneuern. „Wir haben kürzlich eine Begehung mit Vertretern des Denkmalamtes gehabt und zumindest mündlich wurde uns da gesagt, dass es dagegen wohl keine Einwände gäbe. Wir warten aber noch auf die schriftliche Bestätigung“, sagt Königsberger-Ludwig.

Für sie wäre die zweite, teurere Sanierungsvariante auf jeden Fall die sinnvollere. Denn mit der Light-Version und ohne Deckenverstärkung wird vor allem eine Nutzung des ersten Stocks nur sehr eingeschränkt möglich sein. „Und das wäre sehr schade.“ Natürlich muss das Gebäude auch elektrisch und elektronisch aufgerüstet werden und auch eine WC-Anlage müsste installiert werden.

Überfraktionelles Gespräch im August

Für Mitte August ist ein überfraktionelles Gespräch geplant, um mit den anderen Parteien die künftige Marschrichtung abzustecken. Bis dahin sollte auch das Gutachten der Denkmalschützer vorliegen. „Wenn wir wissen, wohin die Politik tendiert, werden wir auch wieder eine Veranstaltung mit den Bürgern machen, um ihre Ideen in den Überlegungsprozess einfließen zu lassen“, verspricht Königsberger-Ludwig.

Im Dezember des Vorjahres gab es ja schon eine Bürgerinformation. Die Anregungen reichten damals von Volkstanz- und Keramikkursen bis zur Nutzung durch diverse Arbeitskreise. Auch eine Verwendung als „Haus der Geschichte“ und als Stadtarchiv wurde vorgeschlagen.