Amstettner Stadträtin Asanger: „Rathaussaal muss offen bleiben“

Erstellt am 19. Januar 2022 | 04:55
Lesezeit: 3 Min
SPÖ wirft Stadtregierung vor, den Saal für die Öffentlichkeit sperren zu wollen. ÖVP und Grüne dementieren.
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Die SPÖ wittert bei der Stadtregierung Bestrebungen, den Rathaussaal künftig nur noch für interne Termine zu nutzen. „Für Vorträge, Kulturveranstaltungen oder zum Mieten für Vereine oder Private würde er dann nicht mehr zur Verfügung stehen“, sagt Stadträtin Elisabeth Asanger. Für die SPÖ sei es völlig unverständlich, dass man eine barrierefreie und zentral gelegene Location für die Öffentlichkeit verschließen wolle. „Alternative Räumlichkeiten, wie etwa der VHS-Raum im ehemaligen Lehrlingsinternat oder der Raum im Jugendzentrum, sind kein geeigneter Ersatz“, sagt Asanger.

Die SPÖ-Politikerin schlägt stattdessen vor, für interne Besprechungen den Gemeinderatssitzungssaal verstärkt zu nutzen. „Wir dürfen auch nicht vergessen, dass der Rathaussaal damals mit Unterstützung mehrerer Geldgeber finanziert wurde und dies nur unter der Bedingung passiert ist, dass er auch der Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung steht“, mahnt Asanger.

Für ÖVP-Vizebürgermeister Markus Brandstetter sind die Aussagen Asangers aus der Luft gegriffen. „Wie wenig Substanz sie haben, zeigt sich daran, dass ja erst vor Kurzem einer SPÖ-Teilorganisation und auch anderen Nutzern der Rathaussaal zur Verfügung gestellt wurde“, sagt der ÖVP-Politiker. Die Räumlichkeiten künftig aber auch für notwendige interne Besprechungen verstärkt zu nutzen, sei in Zeiten der Pandemie jedoch sinnvoll. „Denn dort ist ausreichend Platz, um dabei Abstand zu halten, und wir sind natürlich auf die Sicherheit unserer Mitarbeiter bedacht“, betont Brandstetter.

Für Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder „ist es undenkbar, dass es im Rathaussaal keine Kulturveranstaltungen mehr gibt. Ich höre davon in dieser Dimension auch zum ersten Mal. Es gibt darüber keine Vereinbarung in der Stadtregierung. Klar ist aber auch für mich, dass wir den Saal aufgrund von Corona in nächster Zeit stärker für Besprechungen nutzen müssen.“

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