VÖZ-Kralinger: „Googles Marktposition kritisch hinterfragen“. Der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) begrüßt die Annahme der Resolution im EU-Parlament, in der unter anderem eine nicht-diskriminierende Online-Suche und die Trennung von Suchmaschinen von anderen kommerziellen Diensten gefordert wird.

Erstellt am 28. November 2014 (11:47)
NOEN, HELMUT FOHRINGER (APA)
„Die Annahme der Resolution mit großer Mehrheit zeigt, dass die Europäische Union die Marktposition Googles in Europa kritisch hinterfragen will. Das ist bitter nötig“, betonte VÖZ-Präsident Thomas Kralinger.

Vorbildwirkung für heimische Regierung

Kralinger führte aus: „Schließlich hat Google im seit vier Jahre andauernden Wettbewerbsverfahren der EU-Kommission nur unzureichende und halbherzige Vorschläge vorgelegt, die in Wahrheit die marktbeherrschende Stellung von Google am europäischen Digital-Markt nur weiter zementiert hätten. Google ist nun unter Zugzwang. Der US-Konzern muss rasch Vorschläge auf den Tisch legen, um die faire Suche in Europa zu gewährleisten.“

Kralinger erkennt eine deutliche Vorbildwirkung dieser Resolution für die heimische Regierung, die zuletzt die Reform des heimischen Urheberrechts auf das Frühjahr 2015 vertagt hatte: „Dieser Schritt des EU-Parlaments sollte der Bundesregierung Mut machen, das Leistungsschutzrecht für Presseverlage auch gegen den Widerstand Googles im ersten Quartal 2015 verbindlich umzusetzen.“