Erstellt am 03. August 2015, 09:50

von Gerti Süss

"Nähe und Distanz". In Wiener Neustadt entsteht gerade "Siebzehn" - ein Coming of Age-Drama der Jung-Regisseurin Monja Art.

Am Set in der HTL Wiener Neustadt, im Bild v. l.: Kamerafrau Caroline
Bobek, Produzent Ulrich Gehmacher, die Schauspieler
Elisabeth Wabitsch und Christopher Schärf und Regisseurin Monja Art. Baldauf
 |  NOEN, Franz Baldauf
Die erste Liebe und die damit verbundenen Sehnsüchte – darum geht es in dem Drama „Siebzehn“, das noch bis 19. August im Raum Wiener Neustadt gedreht wird. Im Mittelpunkt steht die 17-jährige Paula (Elisabeth Wabitsch), die sich zu ihrer Klassenkollegin Charlotte (Anaelle Dezsy) hingezogen fühlt.

„Mich faszinieren die Geschichten über Nähe und Distanz, die gibt es in allen Lebensbereichen, aber in der Liebe sind sie besonders stark“, sagt die 30-jährige Regisseurin Monja Art aus Lanzenkirchen. Das Drehbuch ihres Coming of Age-Films „Siebzehn“ wurde bereits 2013 auf der Diagonale ausgezeichnet.

Christopher Schärf, den man unter anderem aus „Braunschlag“ kennt, spielt einen Junglehrer, der sich noch nicht durchsetzen kann: „Er ist eher froh, wenn er die Stunde überlebt“, schmunzelt er.

"Wie eine Reise in die Maturazeit“

Gedreht wurde in Lanzenkirchen, Katzelsdorf, in der HTL Wiener Neustadt sowie im Gymnasium Babenbergerring, wo Schärf selbst zur Schule gegangen ist: „Das war für mich wie eine Reise in die Maturazeit“, sagt der gebürtige Wiener Neustädter. Regisseurin Monja Art findet es angenehm, genau dort zu drehen, wo sie aufgewachsen ist: „Die Landschaft gibt ja extrem viel her“, meint sie.

Ins Kino kommt „Siebzehn“ voraussichtlich im Herbst 2016, indes arbeitet die Regisseurin schon am Folgeprojekt „Mia Carla“. Auch hier geht es wieder um die Liebe, allerdings in der Generation der 20- bis 30-Jährigen. Parallel dazu werkt Monja Art an der Filmbiografie der Olga Waissnix. Der Besitzerin des Thalhofs wird eine Affäre mit Arthur Schnitzler nachgesagt.