Google verdiente mehr, Börsianer aber enttäuscht. Fallende Preise für Werbeanzeigen und Verluste bei der Mobilfunk-Tochter Motorola werfen einen Schatten auf die Bilanz von Google. Zwar verdiente der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber im zweiten Quartal mehr als im Vorjahreszeitraum, dazu stieg auch der Umsatz. Allerdings ging der Preis, den Werbekunden Google pro Anzeigenklick zahlen, mit sechs Prozent wieder stärker zurück.

Erstellt am 19. Juli 2013 (03:48)

In den ersten drei Monaten des Jahres waren es lediglich vier Prozent. Zudem vervierfachte sich der Verlust bei Motorola. Die geänderten Bedingungen für Werbekunden zeigten offenbar nicht die gewünschten Erfolge, sagte Analyst Ronald Josey von JMP Securities. Ein Grund könnte sein, dass auf mobilen Geräten nicht so häufig Werbung angeklickt werde wie auf PCs, sagte sein Kollege Colin Gillis von BGC Partners. Die Werbeeinnahmen auf den mobilen Geräten sind geringer als auf PCs.

Im zweiten Quartal legte der Überschuss von Google um 16 Prozent auf 3,23 Milliarden Dollar zu. Im Kerngeschäft erhöhten sich die Umsatzerlöse um 20 Prozent auf 13,11 Milliarden Dollar. Der konsolidierte Umsatz betrug 14,11 Milliarden Dollar nach 11,81 Milliarden Dollar. Darin enthalten ist Motorola Mobility. Der Verlust bei dem Handyhersteller, den Google Mitte 2012 für 12,5 Milliarden Dollar kaufte, betrug 218 Millionen Dollar vor Sonderposten. Ein Jahr zuvor lag das Minus lediglich bei 49 Millionen Dollar.

Der Markt zeigte sich vor allem über das Anzeigengeschäft enttäuscht. Sie hatten sich von der Tendenz im ersten Quartal und dem neuen Modell mehr versprochen. Im nachbörslichen Handel fiel die Google-Aktie um vier Prozent.