Kritik: Filarmonica della Scala. Hochromantik ganz ohne Schmalz und Schwulst, sondern in analytischer Transparenz: Damit überzeugte am Freitagabend im Wolkenturm das Orchester der Mailänder Scala, von Daniel Harding am Pult sensibel und aufmerksam zu bemerkenswerter Präzision und nobel gestaltetem Schönklang animiert.

Von Ewald Baringer. Erstellt am 08. September 2014 (15:18)
Dorothea Röschmann
NOEN, Jim Rakete
Nach der einleitenden Ouvertüre zu Verdis „La forza del destino“ sang Dorothea Röschmann „Vier letzte Lieder“ von Richard Strauss mit souveräner Stimmkultur, im zweiten Konzertteil folgte eine stringente Interpretation von Mahlers erster Symphonie. Rückhaltloses Schwelgen war dann bei der Zugabe erlaubt: Eine seelenvolle Wiedergabe von Puccinis Intermezzo aus „Manon Lescaut“ entließ die Zuhörer beglückt in den Restsommerabend.

Fazit: Romantisches Programm in edler Ausführung, mit Noblesse und Transparenz .