Peter Rapp: Eine Show-Legende gibt Vollgas. Seinen ersten Auftritt hatte TV-Urgestein Peter Rapp in Schwechat: "1963 war das", erinnert er sich und lacht, "damals war das Fernsehen noch schwarz-weiß!"

Von Verena Randolf. Erstellt am 29. September 2014 (10:17)
NOEN, Foto: ORF
Moderator Peter Rapp ist eigentlich ein Probenmuffel. Für seine Rolle als »Kaiser« bei den Herbsttagen Blindenmarkt probt er allerdings fleißig. »Alles andere wäre dem Team auch nicht zumutbar!«, sagt er.

"Ich bin als Sänger aufgetreten, mit einem Titel von Bill Ramsey – ,Go man go‘, wenn ich mich nicht täusche. Das war der Anfang einer langen Karriere, an den ich sehr gerne zurückdenke. Müsste ich noch einmal anfangen, würde ich das meiste, glaube ich, genauso wieder machen. Obwohl ich hoffe, dass ich seitdem zumindest in mancher Hinsicht ein bisschen klüger geworden bin“, zwinkert Peter Rapp.

Der 70-Jährige ist gut gelaunt, trotz massiven Probendrucks: Demnächst stehen in der ORF-Castingshow „Die Große Chance“, für die Rapp mehr oder weniger große Talente bewertet, die zeitintensiven Live-Shows an. Und bei den Herbsttagen in Blindenmarkt spielt der Moderator Kaiser Franz Joseph im „Weißen Rössl“.

Leben wegen Infarkts nicht verändert

Der Herzinfarkt, den Rapp vor gut einem Jahr hatte, veranlasst ihn nach gut überstandener Stent-OP keineswegs, kürzer zu treten, wie es scheint: „Ich habe mein Leben wegen des Infarkts nicht verändert. Wozu denn auch? Ich habe siebzig aufregende, erfolgreiche, abenteuerliche Jahre hinter mir. Trotz Auf und Ab ein tolles Leben. Warum sollte ich denn daran etwas ändern? Nur, um mit Umstellungen und Entbehrungen vielleicht 80 zu werden? Erscheint mir weder erstrebenswert noch sinnvoll. Wie heißt es so schön? ,Wenn Gott will, kann dir beim Schlafen das Marienbild auf den Kopf fallen‘.“

Fiele ihm eines Tages besagtes Marienbild tatsächlich auf den Kopf, so stünde das passende Bett vermutlich in Korneuburg, wo Rapp seit 20 Jahren wohnt. „Niederösterreich ist zu meiner zweiten Heimat geworden, ich lebe sehr gerne hier!“, sagt er.

Ab 3. Oktober ist Peter Rapp bei den Herbsttagen in Blindenmarkt zu sehen. Für die Rolle des „Franz Joseph“ hat sich der gebürtige Wiener übrigens nach 22 Jahren seinen geliebten Bart abrasiert: „Meine Maskenbildnerin Gerda war echt glücklich, dass ich das Kinn freigelegt habe!“, scherzt er. „Wie sie den ,Kaiser‘ mit meinem Bart hinkriegen hätte sollen, das hatte ihr echt Kopfzerbrechen bereitet. War jedenfalls halb so schlimm – an mein ,neues‘ Aussehen habe ich mich schnell gewöhnt.“