Elegant – effizient – evolutionär: Der neue Audi A3. Ein Erfolgsmodell von Audi startet in die zweite Generation – die A3 Limousine.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 22. April 2020 (18:12)
Audi

Der kompakte Viertürer ist digital und rundum vernetzt – vom Infotainment bis zu den Assistenzsystemen. Unter der eleganten Karosserie sorgen teilelektrifizierte Antriebe sowie eine präzisierte Fahrwerksabstimmung für ein ebenso effizientes wie dynamisches Fahrerlebnis.

Die neue A3 Limousine präsentiert sich in einem sportlichen-eleganten Look. Gegenüber dem Vorgängermodell ist sie bei unverändertem Radstand um vier Zentimeter auf 4,50 Meter Länge gewachsen. In der Breite hat sie um zwei Zentimeter auf nun 1,82 Meter zugelegt, in der Höhe um einen Zentimeter auf 1,43 Meter. Das Resultat sind eine gestiegene Kopffreiheit – vorne gut zwei Zentimeter dank des tiefer positionierten Fahrersitzes – und etwas mehr Ellenbogenfreiheit. Das Kofferraumvolumen erreicht mit 425 Litern exakt das Niveau des Vorgängers.

Kraftvoll und elegant: das Exterieur

Die Front dominiert ein großer Singleframe mit Wabengitter, der von prägnanten Scheinwerfern flankiert wird. Außen bilden sie trapezförmige Winkel nach unten. Bei der Topversion mit Matrix-LED-Technologie ist hier das neue digitale Tagfahrlicht untergebracht. Es besteht aus einem Pixelfeld von 15 LED-Segmenten, die einzeln ansteuerbar sind und den unterschiedlichen Versionen der A3 Limousine eine spezifische Signatur verleihen. Während beim Fünftürer die Karosserielinie über dem Schweller vor dem hinteren Radlauf in einem leichten Knick nach oben zur Rückleuchte verläuft und so das kurze Heck betont, streckt sie sich beim Viertürer geradlinig bis zum hinteren Stoßfänger. Das betont die Länge – 15 Zentimeter mehr als beim Sportback – und sorgt für eine elegante Flanke. Durch die konkav gestaltete Fläche unter der breiten Karosserieschulter stehen die quattro-Blister und der Schweller stärker hervor. Es entsteht ein intensives Licht- und Schattenspiel. Die Dachlinie verläuft ab der B-Säule dynamisch nach unten – wie bei einem Coupé – und endet in einem markanten Spoiler auf der Heckklappe. Optional gibt es diesen in Carbon, das einen optischen Akzent setzt und so den kraftvollen Auftritt des Viertürers unterstreicht. Das höhere Heck im Vergleich zum Vorgänger und der große Diffusor begünstigen die Aerodynamik. So erreicht die neue A3 Limousine mit dem 2.0 TDI 150 PS einen cw-Wert von 0,25 und ist damit 0,04 cw-Punkte besser als die erste Generation. Dazu trägt auch der steuerbare Kühllufteinlass mit zwei elektrisch angesteuerten Jalousiemodulen hinter dem Singleframe bei. Sie regeln den Luftfluss intelligent und situativ. Darüber hinaus reduzieren der verkleidete Unterboden, die aerodynamisch verbesserten Außenspiegel und die aktive Bremsenkühlung den Luftwiderstand und sorgen für ein strömungsgünstiges Fahrzeug.

Fokussiert und digitalisiert: das Cockpit

Das Cockpit der A3 Limousine fokussiert sich voll und ganz auf den Fahrer. Das fängt beim Innenraumdesign an und hört bei den Anzeige- und Bedienelementen auf. So ist die Instrumententafel mit dem zentralen MMI-touch-Display leicht zum Fahrer geneigt. Es hat 10,1 Zoll Diagonale und ist intuitiv zu bedienen. Serienmäßig umfasst es eine Handschrifterkennung sowie eine natürlich-sprachliche Steuerung, die optional auch auf die Fähigkeiten der Cloud zurückgreift. Das 10,25 Zoll große Kombiinstrument hinter dem Lenkrad ist schon in der Basis digital. Als Audi virtual cockpit plus misst es 12,3 Zoll und bietet drei unterschiedliche Ansichten, darunter eine sportliche Grafik mit geneigten Ziffern und ein besonders dynamisches Layout. Drehzahl und Geschwindigkeit erscheinen hier als Balkendiagramme mit eckigen, roten Grafikelementen. Auf Wunsch ergänzt ein Head-up-Display das Anzeigekonzept, indem es wichtige Informationen im direkten Sichtfeld des Fahrers auf die Windschutzscheibe projiziert.

Stark vernetzt: vom Infotainment bis zur Fahrerassistenz

Das Top-Infotainmentsystem in der neuen A3 Limousine ist die MMI Navigation plus, die den Modularen Infotainmentbaukasten der dritten Generation nutzt. Der MIB 3 hat eine zehnmal höhere Rechenleistung als im Vorgängermodell, vernetzt das Auto per LTE-Advanced-Geschwindigkeit und bringt die Smartphones der Passagiere per WLAN-Hotspot online. Serienmäßig bietet die MMI Navigation plus eine Vielzahl an Audi-connect-Diensten, darunter Online-Verkehrsinformationen, Nachrichten und Zusatzinfos wie Fotos, Öffnungszeiten und Nutzerbewertungen zu Points-of-Interest. Auch Car-to-X-Dienste, die sich die Schwarmintelligenz der Audi-Flotte zunutze machen, gehören zum Portfolio. Sie melden beispielweise Gefahrenstellen oder Tempolimits an entsprechend ausgestattete Fahrzeuge oder finden freie Parkplätze am Straßenrand. Ist das Auto abgestellt, führt die myAudi-App die Navigation aus dem Auto auf dem Smartphone fort. So kommt man ohne Umwege ans Ziel. Die Vernetzung zwischen A3 Limousine und Smartphone erfolgt auch per Audi smartphone interface, das iOS- und Android-Handys mit Apple Car Play und Android Auto ins MMI einbettet, sowie per Audi phone box. Letztere koppelt das Gerät an die Autoantenne und kann es induktiv laden. Darüber hinaus lässt sich die A3 Limousine mit dem Audi-connect-Schlüssel per Android-Smartphone Ent- und Verriegeln sowie starten. Die Personalisierung erlaubt es bis zu sechs Benutzern, ihre bevorzugten Einstellungen in individuellen Profilen zu speichern, unter anderem für Sitz, Klimatisierung und Medien. Das Digitalradio DAB+ ist serienmäßig an Bord. Auf Wunsch gibt es das Online-Radio und das Hybridradio, das je nach Signalstärke eines Senders automatisch zwischen FM, DAB und dem Online-Stream wechselt und so den bestmöglichen Empfang gewährleistet. Ab Mitte des Jahres ergänzt der Sprachdienst Amazon Alexa das Angebot.

Audi

Auch die Fahrerassistenzsysteme werden durch die enge Vernetzung besonders leistungsfähig. Im System Audi pre sense front arbeitet die Kamera hinter dem Innenspiegel mit dem Front-Radar zusammen, um Unfälle zu vermeiden oder zumindest deren Schwere zu mindern. Auch der serienmäßige Ausweichassistent nutzt die Daten dieser Sensorik. Der adaptive Fahrassistent, eine Innovation aus der Oberklasse, unterstützt den Fahrer bei der Längs- und Querführung. Der Effizienzassistent zeigt ihm an, wenn er sinnvollerweise den Fuß vom Gas nehmen sollte, wofür er unter anderem die Navigationsdaten auswertet. Hilfreich im Stadtverkehr sind zudem die Ausstiegswarnung, der Querverkehrassistent und die Umgebungskameras, die kurz nach dem Marktstart folgen.

Auch Dreizylinder mit 110 PS: die Antriebe

Allen Motoren gemein ist die hohe Effizienz. Der 35 TFSI, 1,5-Liter-Benziner mit 150 PS, ist in zwei Versionen verfügbar – mit neu entwickeltem Sechs-Gang-Schaltgetriebe (ab 4,7 Liter pro 100 Kilometer bzw. ab 108 Gramm CO2 pro Kilometer) und mit schnell schaltender Sieben-Gang-S-tronic (ab 4,7 Liter pro 100 Kilometer bzw. ab 107 Gramm CO2 pro Kilometer). Neben der Cylinder-on-Demand-Technologie nutzt das Aggregat in Verbindung mit dem Doppelkupplungsgetriebe S tronic ein 48-Volt-Mild-Hybrid-System. Es gewinnt beim Verzögern Energie zurück, unterstützt den Motor beim Anfahren und Gasgeben aus niedrigen Drehzahlen mit bis zu 50 Newtonmeter Drehmoment und lässt die A3 Limousine in vielen Situationen mit ausgeschaltetem Motor segeln. Im Fahralltag senkt dies den Verbrauch um bis zu 0,4 Liter pro 100 Kilometer. Auch der 2.0 TDI (Diesel) mit 150 PS (ab 3,6 Liter pro 100 Kilometer bzw. ab 96 Gramm CO2 pro Kilometer) arbeitet mit einer Sieben-Gang-S-tronic zusammen, deren Gangwechsel über einen neuen Schalter per shift-by-wire-Technologie erfolgen. Wenige Wochen nach dem Marktstart folgen zwei weitere Aggregate. Beim 2.0 TDI mit 116 PS überträgt das gleiche effiziente Sechs-Gang-Schaltgetriebe, wie es standardmäßig im 35 TFSI zum Einsatz kommt, die Kräfte auf die Vorderräder. Den 1.0-TFSI-Dreizylinder mit 110 PS wird es wie den 1.5 TFSI als Handschalter geben und als 48-Volt Mild-Hybrid-Version mit Doppelkupplungsgetriebe.

Komfortabel und dynamisch: das Fahrwerk

Das Fahrwerk der neuen A3 Limousine ist sportlich-harmonisch abgestimmt – noch eine Spur präziser als beim Vorgängermodell. Großen Anteil an dieser Präzision und Reaktionsschnelligkeit hat der zentrale Fahrdynamikregler, der für ein optimales Zusammenspiel aller für die Querdynamik relevanten Komponenten sorgt. Alternativ zum Serien-Setup gibt es ein Sportfahrwerk und ein Fahrwerk mit geregelten Dämpfern. Letzteres bietet eine große Spreizung zwischen hochkomfortablem Abrollen und agilem Handling. Auch mit dem Fahrdynamiksystem Audi drive select kann der Fahrer in seiner A3 Limousine unterschiedliche Abstimmungen erfahren – von komfortbetont über ausgeprägt dynamisch bis hin zu besonders verbrauchsschonend. So ändert sich beispielsweise die Charakteristik der Gasannahme und der Progressivlenkung, die ihre Übersetzung je nach Lenkeinschlag variiert.

Ab 30.650 Euro: Benziner mit 150 PS

In Österreich startet der Vorverkauf für die neue A3 Limousine Ende April, die ersten Auslieferungen erfolgen im Sommer. Der 35 TFSI mit 150 PS kostet ab 30.650 Euro.