BMW Driving Experience in Sölden. Seit über 20 Jahren finden die Winter- fahrlehrgänge statt – heuer mit dem BMW 6er Gran Turismo und dem Mini Countryman.

Von Franz Farkas. Erstellt am 28. November 2017 (00:51)
Hinterlässt auch auf Schneefahrbahn einen souveränen Eindruck: Countryman mit Allradantrieb.
NOEN, Mini

Der Mini Countryman ist eigentlich nicht mehr „mini“, sondern ein wirklich erwachsenes Auto (mit 4,3 Metern der größte Mini). Doch nicht nur das: ein Allradantrieb, genannt All4, mit einer Hang-On-Kupplung und einer zur Hinterachse führenden Gelenkwelle sorgt überall – auch auf glattem Untergrund – und jederzeit für Grip, dank einer intelligenten Elektronik, die je nach Situation in Millisekunden die Kraft dorthin lenkt, wo sie gebraucht wird. Technisch ist hier die All4-Regelung mit der Dynamischen Stabilitätskontrolle vernetzt – eine sicher knifflige Aufgabe für die Techniker.

Mini zeigte seine Qualitäten

Beim BMW-Wintertraining konnte der Mini seine Qualitäten unter Beweis stellen – und er tat dies auch wirklich in beeindruckender Weise! Eigentlich bestimmen nur noch die Reifen und die Bodenfreiheit, wie weit man wirklich gehen kann, ein zwar geräumter, aber doch einigermaßen steiler schneebedeckter Hang stellt den Mini kaum vor Probleme. Auch die Motorisierung mit einem 2,0-Liter-Benziner mit 192 PS oder einem ebenso großen 190 PS starken Diesel passt hervorragend zum Konzept. Als erster Mini ist der Countryman übrigens auch mit Plug-in-Hybridantrieb erhältlich: Hier treibt ein 88 PS starker Elektromotor die Hinterräder an, während der Benzinmotor mit 136 PS seine Kraft an die Vorderräder abgibt – elektrifizierter Allrad …

„In Österreich werden nahezu 60 Prozent aller BMW mit Allradantrieb bestellt!“ Michael Ebner, Pressesprecher

Ebenfalls ausgezeichnet schlägt sich auf dem glatten Terrain ein Auto, von dem man es nicht erwartet. Der 6er Gran Turismo ist eigentlich ein „Großraum-Coupé“ für die Langstrecke und wirkt auf Schnee fast deplatziert. Doch auch hier gibt es einen Allradantrieb (xDrive) von der feinen Art. Während der Mini auf trockener Straße als Fronttriebler arbeitet, ist der BMW ein Hecktriebler, der nur dann die Kraft auf die Vorderräder bringt, wenn sie benötigt wird. Dazu kommt noch eine Allradlenkung, die dem doch über fünf Meter langen und zwei Tonnen schweren Münchner eine Leichtfüßigkeit verleiht, die man ihm nie und nimmer zutrauen würde. Dazu eine Motorisierung von 265 bis 340 PS sowie eine Luftfederung an der Hinterachse, die auf schwerem Terrain automatisch das Niveau anpasst. Herrlich!