In Namen des Sports …. Der Cupra Formentor ist das erste eigenentwickelte Modell der Seat-Sportmarke. Und er ist auch das Dienstauto der Fußballer des Kultklubs FC Barcelona.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 26. Februar 2021 (05:40)
Der Formentor eröffnet den Reigen der eigenentwickelten Modelle der vor drei Jahren gegründeten Seat-Submarke. Eine moderne Symbiose aus Sportwagen und SUV, die Cupra-Marketing- profis bezeichnen ihn als „Power-CUV“. Optisch auf alle Fälle ein starker Typ, mit der Mattlackierung schaut er zudem noch cooler aus. Ein Eyecatcher!
Cupra

FC Barcelona – das ist (spanischer) Fußball vom Allerfeinsten. Cupra – das ist (spanische) Automobilkunst vom Allerfeinsten. Da liegt eine enge Zusammen auf der Hand … Und wie fährt sich der Dienstwagen von Marc ter Stegen & Co.? Sportlich, was sonst!? Wir haben uns das Formentor-Topmodell mit 310 Benzin-PS näher angesehen. Und wir sind beeindruckt! Ungern wurde der Testwagen an den Importeur zurückgegeben.

Der 2,0-Liter-Turbobenziner hört sich schon im Leerlauf rotzig an, verspricht, seine 310 PS (und 400 Newtonmeter) prompt und ohne Umschweife abzuliefern. Bereits im Comfort-Modus, erst recht im Sport- und überhaupt im Cupra-Modus (der Auspuff wummert wild im Cupra-Modus). Dem entgegen kommt der serienmäßige Allradantrieb (souveräne Traktion), ebenso die blitzartige Sortierung der sieben Gänge des Direktschaltgetriebes.

Überholvorgänge absolviert der Cupra auf der Landstraße lässig mit links (Tempo 100 ist übrigens in nicht einmal fünf Sekunden erreicht). Für das Überprüfen der 250 km/h Höchstgeschwindigkeit sind wir nicht extra auf die deutsche Autobahn gefahren (ist in Zeiten wie diesen eh nicht lustig), viel spaßiger ist dafür das Durchwedeln von Kurven und Kreisverkehren.

Voll alltagstauglich

Die Abstimmung von Federung und Dämpfung ist knackig, aber nicht hölzern hart, die Progressivlenkung wird mit zunehmendem Einschlag (enge Kehren, Rangieren) immer direkter, die Bremsen packen kraftvoll progressiv, doch nicht bissig zu. Und – das Beste: Der Formentor lässt sich auch ganz normal, entspannt fahren (es muss nicht immer sportlich sein) – er ist voll alltagstauglich.

Ist man mit dem neuen Seat Leon bereits vertraut, so wirkt das Interieur des Formentor wie ein guter Bekannter. Die fünf Fahrmodi kann man über einen Knopf links vom Pralltopf des Sportlenkrads anwählen, auf der rechten Seite findet man den Startknopf. Dass man eine solche Konfiguration von Supersportlern à la Ferrari kennt, ist natürlich kein Zufall. Cool finden wir auch die Sport-Schalensitze für Fahrer und Beifahrer (viel Seitenhalt).

Überraschend viel Platz

Muss auch erwähnt werden: Das Platzangebot hat uns sowohl vorne als auch hinten angenehm überrascht. Und das Infotainment wird über einen zwölf Zoll großen Touchscreen bedient. Die Bedienung entspricht dem neuesten VW-Konzern-Stand – war somit früher einfacher, dafür ist die Sprachsteuerung („Hola, Hola!“) sehr gut. Natürlich hat der Formentor eine hohe Konnektivität.

Abschließend noch kurz zum Namen: Cupra steht für Cup Racer; Formentor heißt eine Halbinsel auf Mallorca; VZ steht für das spanische Wort „veloz“, das bedeutet „schnell“ …

Übrigens: Haben Sie gewusst, dass der FC Barcelona mit rund 145.000 Mitgliedern der siebtgrößte Sportverein der Welt ist? Das Camp Nou ist zudem das größte Fußballstadion Europas (Fassungsvermögen: 99.354 Plätze). Carrrramba!