Alles drin, alles dran …

In Details optimiert wurde der Duster. Was das bringt, demonstrierte der Dacia mit 150 Benzin-PS, Direktschaltung, Frontantrieb und guter Ausstattung.

Erstellt am 05. Januar 2022 | 05:17
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Duster (hier das aktuelle Modell), die Ikone der Marke Dacia. Österreichs günstigster SUV.
Foto: Dacia

Ein Begleiter für alle Jahreszeiten sollte ein SUV grundsätzlich sein. In der günstigen – nicht billigen! – Preiskategorie trat Dacias Bestseller zum Beweis an. Unter fast allen möglichen Wetterbedingungen: von Minusgraden und Schneetreiben über Eisregen und Sturm bis zu frühlingshaft gleißendem Sonnenschein reichte die Palette. Der Duster quittierte dieses Wechselspiel geradezu ungerührt.

Seine 150 PS Leistung setzt der Benziner spritzig und akustisch dezent um. Dabei wird das Aggregat nicht zum Säufer, durchschnittlich sieben Liter Sprit bei zwar gesetzeskonformer, doch flotter Fahrweise sind kein Ausreißer. Einen Anteil daran hat das Doppelkupplungsgetriebe der getesteten Frontantriebsvariante (Allradantrieb ist der Version mit manuellem Getriebe vorbehalten), es leistet sich keinerlei Zögerlichkeit, agiert je nach Gaspedaldruck prompt oder sanft, in jedem Fall ruckelfrei. Die Traktion geht sehr in Ordnung. Die Lenkung agiert recht direkt und ziemlich gefühlvoll. Die Bremsen packen kräftig, doch unbissig zu.

Mit der Topausstattung Prestige gibt es nicht viel, was abgehen könnte – das Wichtigste ist drin und dran. Die Klimaautomatik erledigt ihren Job brav. Das Infotainmentsystem beherrscht die relevanten Spielarten der Navigation, auch (wenn erforderlich) via Smartphone-Integration. Das Extraprogramm bescherte unserem Franko-Rumänen auch eine Sitzheizung vorne.

Der Schalter, direkt an den Vordersitzen, ist zwar etwas fummelig, doch der Lohn ist angenehmes Körperklima, wenn es vor Kälte klirrt. Zur Möblierung: Auf längeren Strecken erweist sich die Polsterung als recht nachgiebig, das schränkt die an sich gute Ergonomie etwas ein. Doch solange nicht wieder einmal ein Lockdown dräut, kann man den Rücken im Zuge einer Kaffeepause strecken, wenn das Wetter zu ungemütlich zum Spazieren-gehen ist.