Renault Zoe fährt bis zu 395 Kilometer . Die jüngste Evolutionsstufe des Elektro-Bestsellers Renault Zoe präsentiert sich mit bis 395 Kilometern Reichweite* attraktiver denn je.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 01. Oktober 2019 (04:57)

Die Basis für den Reichweitenanstieg (zuletzt waren es 317 Kilometer*, angefangen hat alles 2013 mit 168 Kilometern*) bildet eine neue Lithium-Ionen-Batterie mit 52 kWh Kapazität. Der Stromspeicher lässt sich ebenso wie die weiterhin verfügbare 41-kWh-Batterie künftig optional auch an Gleichstromstationen mit einer Ladeleistung von bis zu 50 kW „betanken“. Zudem gibt es einen neuen (zweiten) Elektromotor mit 135 PS (245 Newtonmeter) – ihn gibt es ausschließlich mit der größeren Batterie.

Für die Variante mit 108 PS (225 Newtonmeter) stehen beide Batterien zur Auswahl. Fein: Dank dem Gleichstromladen lässt sich der Zoe in nur 30 Minuten mit einer Energie für 150 Kilometer versorgen. Daheim, an haushaltsüblichen 2,3-kW-Schuko-Steckdosen (Wechselstrom), dauert es allerdings mit 34 Stunden und 30 Minuten eine halbe Ewigkeit (bei der großen Batterie, das Aufladen der kleinen Batterie dauert „nur“ 26 Stunden und 45 Minuten) …

„Wir gehen davon aus, dass sich 85 Prozent der Zoe-Kunden für die neue Batterie entscheiden werden.“ Nora Mautner Markhof, Pressesprecherin Renault Österreich

Im Zuge der Aktualisierung führen die Franzosen ein neues Fahrprogramm für den 4,09 Meter langen Fünfsitzer ein: den B-Modus. Dieser ermöglicht das besonders energieeffiziente Ein-Pedal-Fahren. Dabei wird das Fahrzeug beim Loslassen des Fahrpedals durch die Energierückgewinnung des Elektromotors verzögert. Diese Verzögerung ist so kraftvoll, dass das Verwenden der herkömmlichen Bremse in den meisten Fällen überflüssig wird. Ausprobiert – und: Es dauert nur ein paar Minuten, bis man gelernt hat, das Bremspedal in den vorübergehenden Ruhezustand zu schicken.

Aber keine Angst: Das Bremspedal bleibt im B-Modus immer betriebsbereit, etwa für
eine Notbremsung. Bleiben wir gleich beim Fahren: Der 135 PS starke Zoe lässt sich auch „sportlich“ bewegen (die Beschleunigung von 80 auf 120 km/h wird in 9,5 Sekunden erledigt, bei Tempo 140 wird allerdings abgeregelt). Innen ist er so gut wie lautlos unterwegs, außen auch, außen gibt es bis 30 km/h Warngeräusche für Fußgänger. Die Fahrwerksabstimmung bleibt kom-fortabel, vermeidet aber die Schwammigkeit des Vorgängers. Das liegt auch an der spürbar besseren Lenkung, die den Piloten über die Fahrbahnoberfläche nicht im Unklaren lässt.

Bis 2022 beabsichtigt der französische Automobilhersteller übrigens, acht neue Elektroautos auf den Markt zu bringen.