Mobil bleiben bis ins hohe Alter mit ÖAMTC-Kursen. "Mobil sein – mobil bleiben" Trainings für Menschen ab 60 Jahren starten im Juli 2020

Von Redaktion noen.at. Erstellt am 05. Juni 2020 (16:09)
Mobil bleiben bis ins hohe Alter mit gezieltem Fahrsicherheitstraining
ÖAMTC Fahrtechnik/Christian Houdek

Die individuelle Mobilität von Senioren ist besonders in der Corona-Krise von höchster Bedeutung: Das Auto bietet für ältere Menschen, die zur Risikogruppe zählen, unter Einhaltung der Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen Schutz vor dem Virus und gleichzeitig die Möglichkeit, sich frei zu bewegen.

Aber auch im ländlichen Raum spielt das Auto generell eine große Rolle, damit Senioren am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Der Anteil älterer Menschen und damit auch älterer Verkehrsteilnehmer wird in Zukunft weiter zunehmen. Laut Prognosen der Statistik Austria sind 2020 19,1 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt, im Jahr 2030 werden es 23,2 Prozent sein, im Jahr 2050 27,6 Prozent (Quelle: www.statistik.at).

Damit die Mobilität von Menschen über 60 möglichst lange und sicher gewährleistet ist, setzt der Mobilitätsclub neben einem umfassenden Beratungsangebot auf praktische Trainings, die von der ÖAMTC Fahrtechnik durchgeführt werden. "Die Seniorentrainings 'Mobil sein – mobil bleiben' leisten einen aktiven Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit unserer älteren Generationen", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger.

"Seine Einkäufe selber erledigen oder andere Wege eigenständig absolvieren zu können, bedeutet für viele Menschen Unabhängigkeit. Besonders für Senioren ist es wichtig, sich in der Gesellschaft integriert zu fühlen – individuelle Mobilität, aber auch sein Leistungsspektrum zu kennen und danach zu handeln, spielt daher eine große Rolle."

Komplexe Verkehrssituationen erfordern richtige Reaktion

Ab dem 60. Lebensjahr können Exekutivfunktionen wie Problemlösefähigkeit, vorausschauende Handlungsplanung oder kognitive Flexibilität bedingt durch eine altersbedingte Umstrukturierung des frontalen Kortex deutlich abnehmen. "Manchen älteren Personen fällt es schwerer, relevante von irrelevanten Informationen zu unterscheiden und sie werden anfälliger für Ablenkung. In komplexen und unübersichtlichen Verkehrssituationen kann dies in einem erhöhten Unfallrisiko resultieren", so die Verkehrspsychologin.

"Insbesondere die selektive Aufmerksamkeit unterliegt altersbedingten Leistungsveränderungen. Das kann speziell in komplexen Verkehrssituationen zu fehlerhaften Reaktionen führen."

Fahrsicherheitstrainings für Senioren starten im Juli 2020

In den speziellen Programmen der ÖAMTC Fahrtechnik gehen Experten auf die besonderen Bedürfnisse von Senioren ein. In den ganztägigen Trainings wird das Reaktions- und Konzentrationsvermögen der Teilnehmer geschult, außerdem lernen die Senioren moderne Sicherheitssysteme im Auto kennen.

Weitläufige Sicherheitszonen, Wasserhindernisse und spezielle Straßenbeläge ermöglichen ein sicheres Üben. Im sicheren Rahmen trainieren die Senioren unter anderem Brems- und Spurhaltemanöver sowie Lenkübungen.