Dritte Variante mit dritter Tür. Nach Hatchback und Cabrio ist der 500e jetzt auch als praktischerer 3+1 bestellbar. Die Extratür bringt mehr Nutzwert, ohne den stylischen Faktor zu beeinträchtigen.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 05. November 2020 (05:16)
Coole Elektromobilität! Hier der 500e 3+1 in der edlen Ausstattungsversion la Prima (Opening Edition) – die Farbe Rosé Gold steht dem Italiener gut. Reichweite im Stadtverkehr: bis zu 460 Kilometer!
Fiat

Eines vorweg: Der aktuelle (alte) 500 (hat erst kürzlich einen Mildhybridantrieb bekommen) wird nicht eingestellt. Zumindest vorerst.

Der neue 500 wird ausschließlich mit Elektromotor in den Handel kommen (ab Ende des Jahres). Und beim Neuen stehen gleich drei Karosserievarianten zur Auswahl: Neben Hatchback und Cabrio ist auch die Variante 3+1 im Programm. 3+1 heißt: drei Türen plus eine Heckklappe. „Die Anforderungen der Kunden sind gewachsen, aus dem einzelnen Kunden ist eine Familie geworden, die einen einfacher zugänglichen Innenraum braucht“, erklärt Fiat-Boss Olivier Francois. Die dritte Tür ist auf der Beifahrerseite angebracht und schwenkt gegenläufig auf. Sie kann nur bei offener Beifahrertür aufgemacht werden.

Dank fehlender B-Säule erleichtert sich der Zugang zum Fond, etwa für das Installieren von Kindersitzen. Die Abmessungen bleiben gegenüber Hatchback und Cabrio gleich (immer 3.632 Millimeter lang), nur das Gewicht steigt um 30 Kilogramm an (ab 1.395 Kilogramm). Auch das Kofferraumvolumen von 180 Liter bleibt bestehen. Die Turiner betonen, dass trotz des gestiegenen Nutzwerts der Style-Faktor nicht gelitten habe. Der 3+1 richte sich an Kunden, die mehr Funktionalität haben, aber nicht auf Design und Attraktivität verzichten wollen. Entsprechend ist die Zusatztür in geschlossenem Zustand praktisch nicht zu erkennen. Die Fiat-Leute betonen auch: „Ohne Auswirkungen auf das Fahrverhalten oder den Energieverbrauch!“

„Aus Sicherheitsgründen kann beim 500e 3+1 die kleine dritte Tür nur bei bereits offener Vordertür geöffnet werden, damit die hinteren Passagiere sie nicht versehentlich aufmachen können!“ Andreas Blecha, Pressesprecher FCA Austria

Kommen wir noch einmal zurück zum Thema Elektromotor. Den Hatchback gibt es in zwei Leistungsstufen: einmal mit 95 PS und einmal mit 118 PS (135 bzw. 150 km/h schnell). Batteriekapazität: 23,65 bzw. 42 kWh, das bedeutet eine maximale Reichweite von 180 bzw. 321 Kilometer. Das Cabrio wird so wie der 3+1 ausschließlich vom 118 PS starken Stromaggregat angetrieben.

Dank der 42-kWh-Batterie ergibt sich eine maximale Reichweite von 303 bzw. 314 Kilometer. Der Ordnung halber: Bei den Reichweitenangaben handelt es sich immer um WLTP-Werte. Thema Aufladen: Die Ausstattungsversion Action (nur Hatchback) ist mit einem 50-kW-Schnellladesystem ausgestattet – das heißt, dass der Viersitzer in zehn Minuten 50 Kilometer schafft. Ab Passion (für alle drei Karosserien) ist ein Schnellladesystem mit 85 kW an Bord – in fünf Minuten auf 50 Kilometer, in 35 Minuten kommt eine leere Batterie auf 80 Prozent Ladezustand.

Die Töne, die elektrisch fahrende Autos (bis 20 km/h) aus Sicherheitsgründen erzeugen müssen, sind praktisch in allen Autos gleich: ein einfacher, anonymer elektrischer Klang. Der Fiat ist mit einem einzigartigen Sound unterwegs, seine Musik ist eine von Nino Rota für den Film Amarcord komponierte Melodie. Italienische Kultur und Lässigkeit.

Vorbildlich: Der neue 500e ist das erste Modell in seinem Segment, das Autonomes Fahren auf Level 2 ermöglicht.