Wenn Erfolg verpflichtet. Fiesta Generation Nummer 8: Der Kleinwagen startet so modern und fortschrittlich wie nie in das fünfte Jahrzehnt seiner Erfolgsgeschichte …

Von Franz Farkas. Erstellt am 01. August 2017 (02:46)
Ford hat zwei Klein-wagen im Programm: einmal den (neuen)emotionalen Fiesta (Bild), einmal den(neuen) rationalen Ka+.Mit der Liebe zum Detail (optional beim Fiesta): Schutzlippen schnellen beim Öffnen aus denTüren, legen sich um die Türkante und schützen so den eigenen und des Nachbarn Lack.
NOEN, Ford

Der Fiesta ist eine fixe Größe bei den Kleinwagen: In der Verkaufshitparade ist er stets vorne, seit 1976 wurde er weltweit mehr als 17 Millionen Mal produziert. In Europa ist der „Große Kleine“ der unangefochtene Spitzenreiter des Ford-Konzerns – weit vor dem ebenfalls sehr gut verkauften Focus. Im sonnigen Kastilien präsentierten die Fordianer jetzt die achte Fiesta- Generation. Unser Fazit vorweg: Erfolg (wieder) vorprogrammiert!

Größenmäßig hat der Drei-/ Fünftürer etwas zugelegt – in der Länge zum Beispiel um 71 Millimeter (4.040 Millimeter). Das Design baut auf der kraftvollen Erscheinung des Vorgängers auf, entwickelte sich aber in Richtung eines noch eleganteren Auftritts weiter. Im Innenraum wurde gründlich aufgeräumt, die Knöpfchenparade ist endlich Geschichte. Infotainment (unter anderem: B&O-Audioanlage mit zehn Boxen, 675 Watt) und Konnektivität sind top, hier muss man sich allerdings etwas einarbeiten.

Das Platzangebot ist vorne ausgezeichnet, hinten geht es trotz der „Verlängerung“ eher eng zu (Stichwort: Kleinwagen). Kofferraumvolumen: ab 303 Liter. Schade, dass nun auch Ford auf den Sparzug aufspringt und auf den oberen Haltegriff für den Beifahrer verzichtet. Dafür kann man den Fiesta erstmals mit einem Panoramaschiebedach ordern.

„Der neue Fiesta ist der technologisch fortschrittlichste Kleinwagen, der augenblicklich in Europa erhältlich ist“, sind die Ford-Leute stolz. Bis zu 15 Assistenzsysteme können es sein (basierend auf zwei Kamera-, drei Radar- und zwölf Ultraschallmodulen). Hat als erster Ford den Pre-Collision-Assist mit Fußgängererkennung auch bei Nacht und den aktiven Parkassistenten mit Bremseingriff. Ein Novum im europäischen Kleinwagensegment stellt das Cross-Traffic-Alert-System dar: Es warnt beim rückwärts aus Parkbuchten Herausfahren vor anderen Verkehrsteilnehmern, die sich seitlich nähern.

Motorisch setzt man (bei den Ausstattungsvarianten Trend und Titanium) auf Benziner (Dreizylinder) mit 70, 85, 100 und 125 PS sowie Diesel (Vier-zylinder) mit 85 und 120 PS. Auf einer ersten Testfahrt konnte vor allem der 125-PS-Benziner überzeugen – mit gutem Durchzug und ordentlichen Sprinteigenschaften. Dazu kommt ein tolles Fahrwerk (typisch Ford) und eine perfekte Dämmung zum Innenraum (auch das lässt den Ford erwachsener wirken). Der Selbstzünder (ab 82 Gramm CO2 pro Kilometer) geht naturgemäß etwas brummiger zur Sache, wird jedoch nie aufdringlich. Eine sechsgängige Wandlerautomatik gibt es – ausschließlich in Kombination mit dem 100 PS starken Ottomotor. Nächstes Jahr kommt der Fiesta ST mit 200 PS: Der 1,5-Liter-Dreizylinder hat eine Kraftstoff sparende Zylinderabschaltung.