Mit gleich drei Motoren. Die Japaner wollen bis 2022 alle Volumenmodelle in Europa mit einem elektrifizierten Antrieb ausstatten. Als Erster trägt der neue Honda Jazz das Logo „e:HEV“.

Von Thomas Vogelleitner. Erstellt am 26. August 2020 (05:35)
Hinterlässtoptisch einen rundum harmonischen Eindruck, innen gibt es ein cooles Raumangebot: Jazz.
Honda

„e:HEV“ steht für „Hybrid Electric Vehicle“. Und der neue Jazz ist ein ganz spezieller Hybrid, er hat nämlich gleich drei Motoren.

Sie lesen schon richtig! In dem „Klein“wagen kommen ein Benziner und zwei Elektroaggregate zum Einsatz. Drei Motoren – drei Antriebsmodi:

  1. Elektroantrieb (im EV-Drive-Modus versorgt die Lithium-Ionen-Batterie den elektrischen Antriebsmotor direkt mit Energie)
  2. Hybridantrieb (in diesem Modus liefert der Verbrenner Energie für den elektrischen Generatormotor, der Strom für den elektrischen Antriebsmotor erzeugt)
  3. Motorantrieb (der Benziner ist über einen Drehmomentwandler direkt mit den Rädern verbunden).

Alles klar? Klingt kompliziert, ist auch kompliziert – egal: Unter dem Strich ein unkompliziertes (angenehmes) Fahren, das noch dazu vorbildlich sparsam ist. In den meisten innerstädtischen Fahrsituationen wechselt der Jazz automatisch zwischen Elektro- und Hybridantrieb. Der Wechsel zwischen den (drei) Modi erfolgt für die Insassen unbemerkt. Ein Jazz mit Nur-Benzinantrieb oder Nur-Dieselantrieb ist übrigens Schnee von gestern.

Genial: die legendären Magic Seats. Bei diesen Fondsitzen lassen sich die Sitzflächen wie bei Kinosesseln hochklappen, wodurch man zum Beispiel hohe Topfpflanzen transportieren kann. Ebenfalls toll: Der Jazz ist das erste Honda-Modell in Europa (sowie das erste Modell seiner Klasse), das einen zentralen Frontairbag hat (dieser befindet sich in der Rückenlehne des Fahrersitzes und deckt den Bereich zwischen Fahrer und Beifahrer ab). Thanks!